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Freigabebegründungen

Kinostart am 12.09.2019

Das Wunder im Meer von Sargasso, GR/D/NL/S 2019
Filmplakat: Das Wunder im Meer von Sargasso
Mischung aus Drama und Thriller: Eine ruppige Polizistin wird in eine triste griechische Küstenstadt versetzt. Dort lernt sie eine Fabrikarbeiterin kennen, die unter ihrem sadistischen Bruder leidet. Als der Bruder auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, drohen düstere Geheimnisse des Ortes ans Licht zu kommen. Der Film hat über weite Strecken eine traurige und trostlose Atmosphäre. Es gibt mehrere, teils drastische Gewaltszenen (z.B. das Erhängen des Bruders, sowie massive Polizeigewalt gegen jugendliche Verdächtige). In Videoaufnahmen sind Sexorgien zu sehen, bei denen es ebenfalls zu Gewalt kommt. Jugendliche ab 16 Jahren sind aber auf Grund ihres Entwicklungsstands in der Lage, diese Szenen in den Kontext der Gesamthandlung einzuordnen und kritisch zu hinterfragen. Die kaum zur Identifikation einladenden Figuren und die distanzierte Inszenierung erleichtern es ihnen zudem, eine emotionale Distanz zu den Geschehnissen zu wahren. Eine nachhaltig ängstigende oder desensibilisierende Wirkung lässt sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Die untergegangene Familie, RA 2019
Filmplakat: Die untergegangene Familie
Drama über eine Frau und dreifache Mutter, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester in einen befremdlichen seelischen Schwebezustand gerät und die Orientierung in ihrem Leben zu verlieren scheint. Die in Teilen rätselhaft bleibende Geschichte ist sehr ruhig und in atmosphärischen, oft auch surrealen Bildern erzählt. Kindern bietet der Film durch seine artifizielle Gestaltung kaum einen Zugang, sodass er ihnen thematisch wie auch emotional verschlossen bleibt. Von einer Überforderung ist trotz einzelner mysteriöser Passagen nicht auszugehen. Die gemächliche, stilisierte Inszenierung, die es nicht auf unheimliche oder dramatische Momente anlegt, ermöglicht stets die Distanzierung vom Geschehen. Zudem wendet sich die Handlung zum Positiven. So können bereits Kinder im Vorschulalter den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten, auch wenn er sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum richtet.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Ein leichtes Mädchen, F 2019
Filmplakat: Ein leichtes Mädchen
Drama über eine 16-Jährige im südfranzösischen Cannes, die den Sommer mit ihrer etwas älteren Cousine verbringt. Während diese sich an die Reichen und Schönen heranmacht, fragt sich die Jüngere, welche Richtung sie ihrem Leben geben will. Die Coming-of-Age-Geschichte ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf die Hauptfigur. Das Verhalten der Cousine, die sich zum Sexobjekt der Männer macht und prostituiert, sowie mehrere explizite Sexszenen und die teilweise vulgäre Sprache können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren irritieren und überfordern. Doch 16-Jährige sind aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Da die betreffenden Szenen gut in den Kontext der Geschichte eingebettet sind und auch die Hauptfigur eine kritische Distanz zu ihrer Cousine einnimmt, legt der Film den Zuschauenden nahe, die sexistischen Rollenklischees eigenständig zu reflektieren und zu bewerten. Eine desorientierende Wirkung ist daher für Jugendliche ab 16 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Gut Gegen Nordwind, D 2019
Filmplakat: Gut Gegen Nordwind
Beziehungsfilm über eine verheiratete Frau namens Emma, die durch einen Tippfehler in einer E-Mail-Adresse den sympathischen Linguisten Leo kennen lernt. Die beiden beginnen eine intensive Mail-Freundschaft, aus der sich eine Verliebtheit entwickelt. Schließlich lernen sie sich auch persönlich kennen und stehen bald vor der Frage, ob sie ihr bisheriges Leben füreinander aufgeben wollen. Der ruhig inszenierte, teils auch humorvolle Film enthält keine dramatischen Situationen oder Dialoge, die Kinder im Vorschulalter beeinträchtigen könnten. Erotische Momente sind kurz gehalten und entfalten keine nennenswerte Wirkung. Die jüngsten Zuschauer werden der Handlung zwar kaum vollständig folgen können, aber eine negative Wirkung entsteht dadurch nicht.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Hot, RUS 2019
Filmplakat: Hot
Die Mischung aus Musikfilm und Komödie erzählt von einer jungen russischen Sängerin, die bei einem Pop-Wettbewerb in Baku auftreten soll, aber stattdessen flieht und mit einer charmanten Zufallsbekanntschaft die fremde Stadt erkundet. Die leicht verständliche Geschichte reiht mit freundlichem Humor Begegnungen und turbulente Situationen aneinander und konzentriert sich dabei auf die sympathische Protagonistin. Lediglich Kinder im Vorschulalter können von einzelnen dramatischen Momenten überfordert werden. Schon 6-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte in den Kontext des Films einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Auch mit der streckenweise videoclipartigen, schnellen Inszenierung kann diese Altersgruppe bereits umgehen. Da der Film stets auf einer vergnüglichen Ebene bleibt und das Happy End nie in Frage gestellt wird, können Kinder ab 6 Jahren den Film ohne Überforderung verarbeiten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Idioten der Familie, D 2018
Filmplakat: Idioten der Familie
Familiendrama über fünf erwachsene Geschwister: Die älteste Schwester kümmert sich seit vielen Jahren um die jüngste, geistig behinderte Schwester. Nun will sie gemeinsam mit ihren drei Brüdern, die ihr nie eine Hilfe waren, entscheiden, ob die Schwester in ein Heim kommen soll. Der kammerspielartige Film enthält zahlreiche Konfliktsituationen. Immer wieder kommt es zu intensiven und lautstarken Streitigkeiten, teilweise mit körperlichen Übergriffen durch die Brüder. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind gleichwohl fähig, der Geschichte zu folgen und die Konflikte nachzuvollziehen. Sie können auf Grund ihres psychosozialen Entwicklungsstands die Verhaltensweisen angemessen einordnen und eine kritische Distanz dazu wahren. Beeinträchtigungen oder Überforderungen sind nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Mein Leben mit Amanda, F 2018
Filmplakat: Mein Leben mit Amanda
Familiendrama über einen 24-jährigen Pariser, dessen allein erziehende Schwester bei einem Terroranschlag getötet wird. Nun muss er sich um seine siebenjährige Nichte kümmern, die er sehr liebt. Trotzdem fühlt er sich von der Verantwortung zeitweise überfordert. Grundschulkinder ab 6 Jahren können der Geschichte problemlos folgen. Der Film ist ruhig inszeniert und verzichtet auf übermäßig dramatische Situationen. Der Anschlag selbst wird nicht gezeigt. Die leblosen oder verletzten, blutigen Opfer sind nur kurz zu sehen. Zum Großteil widmet sich der Film der Verarbeitung des Schicksalsschlages durch die beiden Hauptfiguren. Dabei gibt es emotionale und traurige Momente, welche aber behutsam und sensibel inszeniert sind. Die Traurigkeit wird stets von Freunden oder Familienmitgliedern aufgefangen. Zugleich bewahrt der Film eine hoffnungsvolle Grundhaltung und beinhaltet fröhliche Momente, die Grundschulkindern Entlastung bieten. Eine Überforderung kann daher ausgeschlossen werden.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 05.09.2019

Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen, GB 2018
Filmplakat: Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen
Im Schottland des Jahres 1952 spielendes Liebesdrama über eine junge Ärztin, die einer allein erziehenden, mittellosen Mutter und deren Sohn Unterkunft gewährt. Als die beiden Frauen sich ineinander verlieben, stoßen sie bei der Dorfgemeinschaft auf immer stärkere Ablehnung. Der Film ist ruhig und dialogstark erzählt. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und die Konflikte angemessen verarbeiten. Vereinzelt gibt es dramatischere Situationen, in denen sexuelle Gewalt gegenüber den Frauen angedeutet wird. Daneben ist insbesondere eine Abtreibungsszene dramatisch und emotional intensiv inszeniert. Aber auch diese Szenen bewegen sich in einem Rahmen, der Zuschauer ab 12 Jahren nicht nachhaltig beeinträchtig, zumal die positive Grundaussage der Geschichte klar im Vordergrund steht. Dazu erleichtert der historische Kontext Zuschauern ab 12 Jahren eine emotionale Distanzierung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

ES: Kapitel 2, USA 2019
Filmplakat: ES: Kapitel 2
Zweiter Teil des Horror-Dramas "Es": Die Handlung schließt an die Geschichte der Kindergruppe aus dem ersten Teil. Die inzwischen erwachsenen Freunde versuchen, den Horrorclown Pennywise zu besiegen, der nach vielen Jahren erneut ihre kleine Heimatstadt terrorisiert. Der Film hat eine bedrohliche Grundstimmung und enthält zahlreiche Schreck- und Gruselmomente, die effektvoll und wirkungsstark inszeniert sind. Sehr vereinzelt kommt es dabei auch zu drastischeren Gewaltszenen (z.B. bei einem homophoben Übergriff), die aber nicht reißerisch ausgespielt oder gar verherrlicht werden. Im Gegenteil: Gewalt wird negativ und abschreckend dargestellt. Jugendliche ab 16 Jahren sind problemlos fähig, dies zu erkennen und auch die Schockmomente als Elemente einer übersinnlichen Gruselgeschichte einzuordnen. Dazwischen gibt es immer wieder auch ruhige Passagen, sodass Jugendliche ab 16 Jahren genug Gelegenheit zur Entlastung bekommen. Eine Überforderung lässt sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Hot Air, USA 2018
Filmplakat: Hot Air
Drama über einen erfolgreichen, polarisierenden US-Talkshowmoderator, der aus seiner selbstgefälligen Erstarrung gerissen wird, als plötzlich seine 16-jährige Nichte in sein Leben tritt und manches daran in Frage stellt. Der Film konzentriert sich in überwiegend ruhiger Erzählweise und mit differenzierten Charakterzeichnungen auf seine beiden Hauptfiguren, von denen sich die selbstbewusste und clevere Nichte als Identifikationsfigur für junge Zuschauer eignet, wobei sich manche politischen Themen und Anspielungen Kindern noch nicht erschließen. Einzelne sexistische und vulgäre sprachliche Ausrutscher können Kinder unter 6 Jahren überfordern. Da der Sprachgebrauch aber dramaturgisch begründet und im Film deutlich kritisch bewertet wird, sind bereits Kinder ab 6 Jahren in der Lage, sich zu distanzieren. Ihnen erschließen sich bereits viele Aspekte des Films und auch dessen positive Botschaften, sodass für sie keine Überforderung zu befürchten ist.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

PETTING STATT PERSHING, D 2018
Filmplakat: PETTING STATT PERSHING
Komödie über eine 17-Jährige in einem hessischen Provinznest in den frühen 1980er Jahren, die sich in ihren alternativen Lehrer verliebt, doch bald feststellen muss, dass der nicht ganz so engagiert und aufrichtig ist, wie er sich gibt. Der Film porträtiert mit satirischen Überzeichnungen und grellen, comichaften Momenten, aber auch mit Coming-of-Age-Elementen das Provinzleben in jener Zeit. Dabei erschließen sich Kindern unter 12 Jahren viele Aspekte noch nicht, weshalb sie der stellenweise vulgäre Sprachgebrauch, einzelne düstere Momente und Gewaltanspielungen sowie Szenen mit sexueller Thematik irritieren und überfordern können. 12-Jährige sind aber aufgrund ihrer Medienerfahrung in der Lage, die satirische Haltung des Films zu erkennen und sich von den Überzeichnungen zu distanzieren. Da die Inszenierung auf drastische Elemente verzichtet, kann diese Altersgruppe den Film verarbeiten, ohne dass die Gefahr einer Desorientierung oder Ängstigung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Synonymes, F/D/IL 2019
Filmplakat: Synonymes
Drama über einen jungen Israeli, der nach Paris kommt und einen Neuanfang wagen will. Doch bald erkennt er, dass er seiner Identität und Vergangenheit nicht entkommt – Konflikte mit seinem Vater sowie traumatische Erlebnisse holen ihn ein. Der Film konzentriert sich auf seine ambivalent gezeichnete Hauptfigur und entfaltet seine Geschichte überwiegend ruhig, in meist hellen Bildern und vielen Dialogen. Die komplexen und düsteren Themen erschließen sich Kindern überwiegend noch nicht, sodass für Kinder unter 12 Jahren einzelne Darstellungen von Sex und Gewalt eine überfordernde Wirkung entfalten können. Doch 12-Jährige sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend vom Geschehen zu distanzieren, da sich ihnen kaum emotionale Anknüpfungspunkte bieten. Diese Altersgruppe kann den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Und der Zukunft zugewandt, D 2018
Filmplakat: Und der Zukunft zugewandt
Drama über eine deutsche Kommunistin, die unter dem Nazi-Regime mit ihrer Familie in die Sowjetunion flüchtete. Dort verbrachte sie viele Jahre in einem Gulag, ihr Mann wurde erschossen. Als sie im Jahr 1952 mit ihrer Tochter in die noch junge DDR kommt, soll sie die damaligen Geschehnisse verheimlichen. Der Film enthält vor allem zu Beginn einige dramatische und eindringliche Situationen, wie z.B. die Schilderung des Lagerlebens im Gulag und die Erschießung des Ehemanns. Diese werden jedoch nicht reißerisch ausgespielt und bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht überfordert. Zuschauer ab diesem Alter sind problemlos fähig, die Geschehnisse in den historischen Kontext einzuordnen und eine angemessene Distanz zu wahren. Der Rest des Films ist sehr ruhig inszeniert und enthält keine dramatischen oder übermäßig emotionalen Szenen, sodass keine Beeinträchtigungen bei Zuschauern ab 12 Jahren zu befürchten sind.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



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