Wiesbaden
Wer Jugendmedienschutz wirksam gestalten will, muss die Meinung junger Menschen einbeziehen. Um die Perspektive dieser Zielgruppe besser zu verstehen und ihre Stimme zu aktuellen medienpolitischen Themen zu verstärken, wurde der Jugendbeirat der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) gegründet.
Den Auftakt machte der FSK Jugendbeirat mit der konstituierenden Sitzung am 05. Mai 2026 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden. Sechs Jugendliche im Alter von 15–17 Jahren beraten künftig regelmäßig die FSK in Zusammenarbeit mit den Ständigen Vertreter:innen der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK (StV) zu aktuellen Entwicklungen, Nutzungstrends und Herausforderungen im Medienumfeld ihrer Generation.
„Der FSK Jugendbeirat gibt jungen Menschen einen festen Platz in unserer Institution. Ihre Perspektiven sind unverzichtbar, um Jugendmedienschutz zeitgemäß zu gestalten“, sagt Sinan Eichelkraut, Sprecher der Filmwirtschaft bei der FSK und Organisator des Jugendbeirats.
Gemeinsam mit dem neuen Gremium wollen die FSK und StV zentrale Fragen diskutieren: Wie muss moderner Jugendmedienschutz aussehen? Welche Rolle spielt das veränderte Mediennutzungsverhalten? Und sollte die bestehende PG-Regelung für Kinobesuche in Begleitung ausgeweitet werden?
Emma (16 Jahre), Mitglied des Jugendbeirats: „Ich finde es gut, wenn wir im Jugendbeirat unsere Meinung einbringen und mit der FSK auf Augenhöhe zu Themen sprechen können, die uns wirklich bewegen.“
Neben der inhaltlichen Beratung setzt die FSK auf Vernetzung. Der FSK Jugendbeirat soll mit Akteur:innen aus Politik, Gesellschaft und Filmwirtschaft in den Austausch treten. Ziel ist es, Diskurse zu bereichern und den Jugendlichen Einblicke in unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsfelder zu ermöglichen. Mehrmals im Jahr wird das Gremium zusammenkommen.
„Das Meinungsbild der Jugendlichen bietet eine wichtige Orientierung. So kann eine inhaltliche wie gesetzliche Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes besser an den tatsächlichen Medienerfahrungen junger Menschen ausgerichtet werden“, resümiert Michael Schmidt, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK.
Isabell Tatsch, Ständige Vertreterin der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK ergänzt: „Die zielgerichtete Beteiligung von Jugendlichen als Expert:innen für ihre Altersgruppe ist dabei nicht nur für den Jugendmedienschutz von großer Bedeutung, sondern stärkt über den demokratischen Diskurs hinaus auch das Vertrauen in politische Prozesse.“
Der FSK Jugendbeirat knüpft an die erfolgreichen Beteiligungsprojekte der FSK in Zusammenarbeit mit den StV an. Dazu gehören die FSK Kinder- und Jugendpanels oder das jüngst gestartete FSK Kinderpanel.
Über die Arbeit des FSK Jugendbeirats wird regelmäßig auf der Website der FSK unter www.fsk.de sowie auf dem Instagram-Account berichtet.
Kontakt
Sinan Eichelkraut, Sprecher der Filmwirtschaft bei der FSK
eichelkraut@spio-fsk.de, 0611 77891 33
Peter Kaun, Stv. FSK-Geschäftsführer
kaun@spio-fsk.de, 0611 77891 46
Isabell Tatsch, Ständige Vertreterin der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK
Michael Schmidt, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK
staendigervertreter@spio-fsk.de, 0611 77891 22