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Freigabebegründungen

Kinostart am 14.11.2019

Bis dann, mein Sohn, VRC 2018
Filmplakat: Bis dann, mein Sohn
Drama über ein chinesisches Ehepaar, dessen Lebensweg über einen Zeitraum von 30 Jahren geschildert wird, stets vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in China, vom Ende der Kulturrevolution bis zum Kapitalismus der Gegenwart. Eine zentrale Rolle spielt dabei der tragische Unfalltod des Sohnes. Der Film ist sehr ruhig und mit wenig Dialog inszeniert. Vereinzelte, leicht dramatische Szenen (z.B. das Anschreien eines Kindes durch seinen Vater) bewegen sich in einem Rahmen, den Grundschulkinder problemlos verarbeiten können. Aufgrund der Länge und der verschachtelten Erzählweise wird sich die komplexe Geschichte Kindern ab 6 Jahren nicht vollständig erschließen, es gibt dabei aber keine Situationen, die sie ängstigen oder anderweitig überfordern könnten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Black and Blue, USA 2019
Filmplakat: Black and Blue
Actionthriller über eine junge Polizistin, die mit ihrer Body-Cam filmt, wie ihre Kollegen Mitglieder einer Drogengang ermorden. Weil sie sich nicht den korrupten Seilschaften anschließen will, wird sie selbst zur Gejagten. Der Film hat nahezu durchgehend eine düstere, bedrohliche und angespannte Atmosphäre. Es gibt zahlreiche Actionszenen und Schießereien, mit teilweise massiven Gewaltdarstellungen und Tötungen. Jugendliche ab 16 Jahren sind jedoch fähig, diese Geschehnisse als Elemente einer fiktiven Thriller-Geschichte zu erkennen und eine emotionale Distanz zu wahren. Auch die Darstellung der Gangsterwelten ist für Zuschauer ab 16 Jahren als Teil des filmischen Konstrukts erkennbar, das keine reale Vorbildfunktion hat. Zudem steht am Ende ein klarer Sieg des Guten über Korruption und Verbrechen. Eine desorientierende Wirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Booksmart, USA 2019
Filmplakat: Booksmart
Teenager-Komödie über zwei Musterschülerinnen, die feststellen, dass andere genauso erfolgreich sind wie sie - aber vielmehr erlebt haben. Also beschließen sie, in einer hemmungslosen Nacht all das nachzuholen, wofür die anderen Jahre hatten. Der Film spiegelt verschiedene jugendliche Lebensstile und Alltagsprobleme mit viel Dialogwitz und Situationskomik, zeichnet seine Hauptfiguren aber auch einfühlsam. Einzelne Konflikte, die Darstellung von Drogenkonsum und erotischen Sehnsüchten sowie die teilweise derbe Sprache können Kinder unter 12 Jahren irritieren und überfordern. Doch bereits 12-Jährige können diese Aspekte in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Da die Inszenierung stets zurückhaltend ist, Konflikte schnell wieder auflöst und Dialoge sowie die ironische Haltung der Heldinnen manche kritischen Punkte reflektieren und auffangen, finden 12-Jährige genug Entlastung. Sie können mit den Themen der Geschichte umgehen, ohne dass die Gefahr einer Beeinträchtigung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya, MK 2019
Filmplakat: Gott existiert, ihr Name ist Petrunya
Gesellschaftskritisches Drama über eine Frau in Mazedonien, die am Dreikönigstag an einer Art religiösem Wettkampf teilnimmt, obwohl dies eigentlich den Männern vorbehalten ist. Sie geht als Siegerin daraus hervor, womit sie vor allem die Männer ihrer Kleinstadt gegen sich aufbringt. Bald wird aus dem Fall ein Kampf für Frauenrechte und gegen patriarchalische Strukturen. Zuschauer ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und sind in der Lage, die Themen und Konflikte zu erkennen, einzuordnen und zu verarbeiten. Dies gilt auch für die schmerzhaften Konflikte der Hauptfigur mit ihrer Mutter, sowie für die bedrohlichen Situationen durch einen aggressiven Mob. Der Spielort in einem fremden Kulturkreis erleichtert es zudem, eine emotionale Distanz zu wahren. Beeinträchtigungen lassen sich daher bei Jugendlichen ab 12 Jahren ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

LAST CHRISTMAS, GB 2019
Filmplakat: LAST CHRISTMAS
Romantische Weihnachtskomödie über eine junge Frau, die nach vielen Fehlentscheidungen notgedrungen einen Job als Weihnachtself annehmen musste. Ihr frustrierendes Leben nimmt eine positive Wendung, als sie einen charmanten Mann kennen lernt, der eigentlich zu perfekt scheint, um wahr zu sein. Der Film hat eine heitere, besinnliche Atmosphäre und enthält keinerlei Szenen, die kleine Kinder ängstigen oder irritieren könnten. Konflikte zwischen Erwachsenen werden nicht in dramatischer Weise ausgetragen. Ein kurzer Schreckmoment bei einem Fahrradunfall am Ende des Films wird schnell aufgelöst und mündet in ein ausgiebiges Happy-End mit sehr positiven Botschaften. Beeinträchtigungen lassen sich daher bei allen Altersgruppen rundweg ausschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Morgen sind wir frei, D 2017
Filmplakat: Morgen sind wir frei
Drama über einen iranischen Dissidenten, seine deutsche Frau und beider Tochter, die in Ostberlin leben, doch nach dem Sturz des Schahs nach Teheran ziehen. All ihre Hoffnungen werden aber bald durch die Repressalien der Fundamentalisten zerstört. Die tragische Geschichte ist einfühlsam und ganz auf die Perspektive der Familie und ihres Umfelds erzählt und zeigt schonungslos, teils auch mit Archivmaterial, die grausamen Methoden des entstehenden islamischen Regimes. Da die Inszenierung nur wenig Entlastung zu den bedrückenden Passagen bietet, können Kinder unter 12 Jahren verängstigt werden. 12-Jährige sind aber bereits in der Lage, den größeren Kontext zu verstehen. Auch das historische Setting erleichtert ihnen, sich von den düsteren Momenten zu distanzieren. Die ruhigen Passagen und der liebevolle Umgang und Zusammenhalt in der Familie bieten ihnen ausreichend emotionale Entlastung, das Geschehen zu reflektieren und ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

My Zoe, F 2019
Filmplakat: My Zoe
Drama über eine Genetikerin, die in einen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann um die gemeinsame Tochter verwickelt ist. Dann erleidet die Tochter einen verheerenden Hirnschlag – und die verzweifelte Mutter setzt alles daran, sie nicht loslassen zu müssen. Der Geschichte birgt komplexe emotionale wie ethische Fragestellungen, ist aber einfühlsam und auf die Figuren und Dialoge konzentriert erzählt. Darstellungen von heftigen Auseinandersetzungen und dramatischen Ereignissen können für unter 12-Jährige eine verstörende Wirkung entfalten, insbesondere, da sich ihnen manche Aspekte des Films noch nicht erschließen. 12-Jährige können auf der Basis ihrer Entwicklung und ihrer Medienerfahrung die Themen wie auch deren Inszenierungsweise verstehen und sich ausreichend distanzieren. Auch die Ambivalenz der Mutterfigur erschließt sich ihnen, sodass sie deren Verhalten kritisch bewerten können. So fordert der Film diese Altersgruppe zwar heraus, überfordert sie aber nicht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

SMUGGLING HENDRIX, CY/D/GR 2018
Filmplakat: SMUGGLING HENDRIX
Tragikomödie über einen griechisch-zypriotischen Musiker, dessen Hund davon läuft und im türkischen Teil der Insel landet. Nun muss sein Besitzer versuchen, ihn heimlich zurück zu schmuggeln, denn Tiere dürfen laut Gesetz nicht die Grenze übertreten. Damit beginnt eine abenteuerliche Odyssee. Der Film ist ruhig inszeniert und stellt sympathische Figuren in den Mittelpunkt. Vereinzelt gibt es dramatische Situationen (z.B. beim illegalen Grenzübertritt), die jedoch kurz gehalten sind und Kinder ab 6 Jahren nicht nachhaltig ängstigen. Abfällige Äußerungen griechischer und türkischer Menschen übereinander werden stets umgehend als negative und rassistische Äußerungen eingeordnet. Auch dies ist für Kinder im Grundschulalter leicht verständlich, sodass desorientierende Wirkungen nicht zu befürchten sind.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Sterne über uns, D 2019
Filmplakat: Sterne über uns
Das Drama erzählt von einer alleinerziehenden Mutter und ihrem neunjährigen Sohn, die obdachlos geworden sind und nun meist in einem Zelt im Wald leben, was immer wieder für Gefahren und Konflikte sorgt. Die lebensnahe Geschichte ist einfühlsam, ruhig und emotional eindringlich erzählt. Insbesondere die Perspektive des Jungen, die starke Identifikationsmöglichkeiten bietet, entfaltet dabei eine dramatische Wirkung für Kinder und Jugendliche. So können unter 12-Jährige von der angespannten Grundsituation, einigen bedrohlichen Passagen und emotionalen Ausbrüchen überfordert werden. Doch 12-Jährige können bereits genug Distanz zum Geschehen aufbauen. Ihnen erschließen sich der Kontext und die Dramaturgie des Films und ruhige Passagen sowie die liebevolle Beziehung von Mutter und Sohn bieten ihnen ausreichend Entlastung, sodass sie den Film ohne Überforderung verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The Irishman, USA 2019
Filmplakat: The Irishman
Auf realen Begebenheiten basierender Mafiafilm: Im Mittelpunkt steht der Geldeintreiber und Killer Frank Sheeran, der für verschiedene New Yorker Mafiosi arbeitet und später zum persönlichen Bodyguard und "Problemlöser" des berühmten Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa wird. Der episch angelegte, über mehrere Jahrzehnte hinweg spielende Film ist in einem ruhigen Tonfall inszeniert. Er enthält dabei eine Vielzahl teils deutlicher Gewalt- und Tötungsszenen. Die Taten werden jedoch nicht reißerisch ausgespielt. Auch wird das Gangsterleben nicht verherrlicht, sondern kühl-distanziert geschildert. Jugendliche ab 16 Jahren sind durch ihren Entwicklungsstand problemlos fähig, die Gewaltszenen in den Kontext des Mafia-Milieus einzuordnen und kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus erleichtert der historische Kontext eine emotionale Distanzierung von den Geschehnissen. Beeinträchtigungen sind daher bei Jugendlichen ab 16 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 07.11.2019

Das Wunder von Marseille, F 2019
Filmplakat: Das Wunder von Marseille
Nach einer wahren Begebenheit erzählt der Film die Geschichte des späteren Schachweltmeisters Fahim Mohammad: Als Achtjähriger kommt er mit seinem Vater als Flüchtling aus Bangladesh nach Frankreich. Dort erkennt ein berühmter Schach-Trainer das Talent des Jungen, doch es droht die Ausweisung. Der Film ist ruhig und dialogorientiert inszeniert. Im Mittelpunkt stehen positive und sympathische Figuren. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands in der Lage, die geschilderten Konflikte und Nöte zu verstehen und zu verarbeiten. Vereinzelt gibt es dramatische und emotional intensive Szenen, aber auch diese können von Zuschauenden ab 12 Jahren angemessen eingeordnet werden und bewegen sich in einem Rahmen, der sie nicht emotional überfordert. Darüber hinaus trägt das positive Ende zur Entlastung bei.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der letzte Bulle, D 2019
Filmplakat: Der letzte Bulle
Actionkomödie nach der gleichnamigen Fernsehserie: Der Macho-Polizist Mick Brisgau erwacht nach 25 Jahren aus dem Koma und muss sich in einer modernen, digitalisierten Welt zurecht finden. Mit seinen altmodischen und unkonventionellen Methoden versucht er, seinen letzten Fall von damals aufzuklären. Der Film ist für Jugendliche ab 12 Jahren eindeutig als stark überzogene Actionkomödie erkennbar, die ihren Humor vor allem aus dem unzeitgemäßen Macho-Gehabe des Titelhelden bezieht. Dazu gehört auch seine derbe Sprache, wobei jeder sprachliche Fehltritt sofort kritisch kommentiert wird. Es gibt auch zahlreiche Kampf- und Actionszenen, wobei körperliche Gewalt nicht drastisch dargestellt oder reißerisch ausgespielt wird. Davon abgesehen sind Zuschauer ab 12 Jahren problemlos in der Lage, die rüde Sprache, das machohafte Auftreten und die Gewaltszenen in den Kontext der Geschichte und der Figurenzeichnung einzuordnen. Eine desorientierende Vorbildwirkung ist nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Fünf Dinge, die ich nicht verstehe, D 2018
Filmplakat: Fünf Dinge, die ich nicht verstehe
Drama über einen 15-Jährigen, der mit seinem alleinerziehenden Vater, Bruder und Großmutter auf einem Bauernhof aufwächst. Zuhause findet er wenig Aufmerksamkeit, und als er sich in seine beste Freundin verliebt, verunsichert ihn das zutiefst. Die Coming-of-Age-Geschichte ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf die sensibel gezeichnete Hauptfigur sowie die bäuerliche Alltagsroutine. Trotz des jungen Alters des Protagonisten bietet der Film Kindern und Jugendlichen nur wenige Anknüpfungspunkte. Einzelne dramatische und bedrohliche Momente können zwar Kinder im Vorschulalter überfordern, doch schon 6-jährige sind in der Lage, diese Momente in den Kontext der Handlung einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Auch die melancholische Grundstimmung können sie verarbeiten, da der Film ihnen mit Naturbildern und der Ruhe und Zurückhaltung der Inszenierung genug Entlastung bietet. Eine Beeinträchtigung ist für Schulkinder nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Happy Ending, DK 2018
Filmplakat: Happy Ending
Mischung aus Komödie und Beziehungsfilm über ein langjähriges Ehepaar, das in eine Krise gerät, als der Mann auch als Rentner nicht von der Arbeit lassen kann. Die beiden trennen sich und gehen eigene Wege – doch so leicht lässt sich eine 50-jährige Ehe nicht vergessen. Der Film ist ruhig inszeniert und hat eine heitere, lebensbejahende Grundstimmung. Im Mittelpunkt stehen sympathische Figuren und die Konflikte sind auch für Kinder leicht verständlich. Es gibt mehrere, relativ deutliche Sexszenen, bei denen zum Beispiel Viagra und Gleitgel zum Einsatz kommen. Allerdings sind Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren auf Grund ihres Entwicklungsstands sowie ihrer Lebens- und Medienerfahrung in der Lage, diese Szenen in den Kontext der Geschichte einzuordnen und sie emotional wie auch intellektuell zu verarbeiten. Eine überfordernde oder schamverletzende Wirkung lässt sich bei dieser Altersgruppe ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Im Niemandsland, D 2019
Filmplakat: Im Niemandsland
Drama über die Liebe zwischen einem Jungen aus der DDR und einem Mädchen aus der Bundesrepublik kurz nach dem Mauerfall, deren Beziehung unter dem Streit ihrer Eltern leidet – denn die einen leben im Haus, das den anderen einst enteignet wurde. Der Film erzählt seine Geschichte über die Wiedervereinigung mit viel Zeitkolorit, temporeich und mit Dialogwitz. Die beiden Protagonisten sind einfühlsam und differenziert gezeichnet. Zwar können mehrere dramatische Situationen wie etwa ein Autounfall oder körperliche Auseinandersetzungen Kinder unter 12 Jahren irritieren und emotional überfordern, doch 12-Jährige sind problemlos in der Lage, diese Aspekte in den Kontext der Geschichte einzuordnen. Auch das historische Setting ermöglicht ihnen die Distanzierung, während das positive und starke Liebespaar ihnen emotionalen Halt gibt. Eine Beeinträchtigung ist für 12-jährige nicht anzunehmen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Lara, D 2019
Filmplakat: Lara
Drama über eine Frau, die an ihrem 60. Geburtstag einem wichtigen Konzert ihres Sohnes entgegenfiebert, der nicht zuletzt auf ihr Betreiben hin Pianist geworden ist. Doch sie scheint dort nicht willkommen. Die Geschichte über eine so ehrgeizige wie störrische Frau ist zurückhaltend sowie ruhig inszeniert und konzentriert sich ganz auf die Figuren. Die Themen des Films richten sich an Erwachsene, weshalb sich Kindern kaum Anknüpfungspunkte bieten und die tragischen wie dramatischen Aspekte für sie undeutlich bleiben. Daher entfaltet die melancholisch-bedrückende Grundstimmung auch für die jüngsten Zuschauer keine schädigende Wirkung. Mit seiner ruhigen Erzählweise und dem Verzicht auf jegliche drastischen Inszenierungsmittel ist der Film schon für Kinder im Vorschulalter ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Midway - Für die Freiheit, USA 2019
Filmplakat: Midway - Für die Freiheit
Im Jahr 1942 spielender Kriegsfilm über die Schlacht zwischen Amerika und Japan bei den Midway-Inseln, bei der es um die militärische Vormacht im Pazifik ging. Der Film zeigt diverse Protagonisten, aus deren Perspektiven die Geschehnisse gezeigt werden. Im Vordergrund stehen die bildgewaltigen Kampfhandlungen und die heldenhaft inszenierten US-Kampfpiloten, die gegen eine große japanische Übermacht antreten müssen. Im Zuge der zahlreichen Kriegs- und Actionszenen sind mehrfach getötete Zivilisten und Soldaten zu sehen. Jugendliche ab 16 Jahren sind allerdings fähig, diese Bilder in den Handlungskontext zu stellen und ohne Überforderung zu verarbeiten. Auch die einseitige Heldendarstellung der Amerikaner kann von Zuschauern ab 16 Jahren in den historischen Zusammenhang gestellt und kritisch hinterfragt werden. Eine desorientierende Wirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Recep Ivedik 6, TR 2019
Filmplakat: Recep Ivedik 6
Komödie über zwei Freunde, die zu einem Fest ins türkische Konya reisen wollen. Durch einen Irrtum des Reisebüros fliegen sie jedoch nach Kenia, wo sie sich auf eine Safari-Tour begeben und schließlich in den Konflikt zweier rivalisierender Stämme verwickelt werden. Der Film ist bunt gestaltet und von einem schrillen, klamaukartigen Humor geprägt. In den Dialogen kommt es immer wieder zu vulgären Beschimpfungen. Allerdings bietet die Geschichte Kindern im Grundschulalter keine Identifikationsfiguren und auch sonst kaum emotionale Anknüpfungspunkte. Dadurch können sie eine Distanz von den Geschehnissen wahren, weshalb auch die rüde Sprache keine nachhaltige Wirkung entfaltet. Damit sind Beeinträchtigungen bei Kindern ab 6 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

The Report, USA 2019-0
Filmplakat: The Report
Das auf wahren Begebenheiten beruhende Politdrama erzählt die Geschichte von Daniel Jones, der als Leiter eines US-Untersuchungsausschusses die Foltermethoden der CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September aufdeckte. Der Film ist insgesamt ruhig und dialogstark inszeniert. Als Kontrast dazu sieht man vor allem in der ersten Filmhälfte mehrere Einsätze von Folter; darüber hinaus werden grausame Verhörmethoden sprachlich benannt. Diese Szenen können für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine emotionale Herausforderung darstellen, von einer nachhaltigen Überforderung ist aber nicht auszugehen: Das Mitgefühl liegt stets auf Seiten der Opfer, die Gewalt wird strikt abgelehnt, und als moralische Instanz dient die integre Figur des Daniel Jones. Zudem bieten die zahlreichen Dialogszenen, in denen die Geschehnisse sachlich-kritisch diskutiert werden, Zuschauern ab 12 Jahren Gelegenheit zur Entlastung und fördern die emotionale und intellektuelle Verarbeitung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE, I 2018
Filmplakat: UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE
Komödie über eine Lehrerin, die nebenher aber auch als Weihnachtshexe unterwegs ist. Als sie eines Tages von einem fiesen Spielzeugfabrikanten entführt wird, setzen ihre Schülerinnen und Schüler alles daran, sie zu befreien. Der Film vermischt Abenteuer- und Fantasy-Elemente auf kindgerechte Weise und ist bunt, schwung- und humorvoll inszeniert. Gut und Böse sind klar unterschieden. Zwar können Kinder im Vorschulalter von einzelnen dramatischen und bedrohlichen Situationen überfordert werden, doch bereits 6-Jährigen erschließt sich, dass die Geschichte in jedem Fall gut ausgehen wird. Sie finden jederzeit genug Rückhalt und Entlastung in der starken Protagonistin und der mutigen Kindergruppe sowie den klaren positiven Botschaften des Films. Eine Beeinträchtigung ist für Schulkinder auszuschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Zombieland: Doppelt Hält Besser, USA 2019
Filmplakat: Zombieland: Doppelt Hält Besser
Fortsetzung des komödiantischen Horrorfilms "Zombieland" von 2009: In einer von Zombies beherrschten Welt sind die vier Hauptfiguren auf der Suche nach einem sicheren Zuhause. Dabei müssen sie nicht nur die Angriffe von neu mutierten Superzombies überstehen, sondern sich auch mit Problemen und Konflikten innerhalb der Gruppe auseinandersetzen. Der Film ist klar als übertriebene und realitätsferne Mischung aus Zombiekomödie und Endzeitfilm erkennbar. Die Kampfszenen, bei denen die Zombies oftmals auf drastische Weise getötet werden, erinnern in ihrer stilisierten Ästhetik an Computerspiele. Dies erleichtert es Jugendlichen ab 16 Jahren, eine emotionale Distanz zu wahren. Darüber hinaus bieten zahlreiche humorvolle Momente Zuschauern ab 16 Jahren Gelegenheit zur Entlastung. Der Film macht zudem deutlich, dass sich die Gewalt nicht gegen Menschen richtet. Die Protagonisten finden auch kein Gefallen am Töten, sondern sie handeln in Notwehr. Eine sozialethisch desorientierende oder desensibilisierende Wirkung auf Jugendliche ab 16 Jahren lässt sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben



 
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