FSK-Prüfertagung 2006

Wiesbaden, 15.11.2006

Zwei Tage lang, am 9. und 10. November, diskutierten 150 Prüferinnen und Prüfer der FSK, der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, über aktuelle Jugendschutzthemen. Die von der FSK regelmäßig organisierten Prüfertagungen dienen dem Austausch und der Fortbildung der FSK Prüferinnen und Prüfer.

Am ersten Tagungstag diskutierten Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbands der Filmverleiher e.V. und Oliver Trettin, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Audiovisuelle Medien e.V. im Presseclub Wiesbaden mit den von der Film- und Videowirtschaft benannten Prüferinnen und Prüfern über die Sichtweise der Wirtschaft auf die FSK und die Dynamik in der Film- und Videobranche.
Am zweiten Tag fand ein Treffen aller FSK Prüferinnen und Prüfer, auch der von der öffentlichen Hand benannten, im Kino Caligari in Wiesbaden statt. Ministerialrätin Regina Käseberg vom Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend in Rheinland-Pfalz führte mit dem Thema Jugendschutz zwischen Selbstregu-lierung und staatlichem Auftrag in die gesetzlichen Grundlagen der FSK ein und stellte den aktuellen Stand zu den Evaluierungsüberlegungen im Jugendmedien-schutz dar.
Prof. Dr. Charlton von der Universität Freiburg erläuterte danach aus entwicklungs-psychologischer Sicht die Anfänge von Medienkompetenz. Anschließend legte die Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin Petra Schwarzweller den aktuellen Stand der Medienwirkungsforschung bezüglich der Rezeption von Horrorfilmen dar. Der Medienjournalist Stefan Höltgen reflektierte neuere Entwicklungen im Horrorfilm unter filmästhetischen Gesichtspunkten und den Abschluss machte das Referat des Juristen Daniel Born zu Abgrenzungsfragen von Jugendbeeinträch-tigung und Jugendgefährdung, welche die Prüfer in der alltäglichen Prüfpraxis sehr beschäftigen.
Born und Schwarzweller sind beide auch als Prüfer bei der FSK tätig.
Die Tagung war geprägt von Neugier und großer Diskussionsbereitschaft. Gemeinsam über die praktische Umsetzung von Jugendschutz zu diskutieren wurde von allen Teilnehmern als sinnvoll und hilfreich betrachtet.

Die FSK ist eine Einrichtung der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO), dem Dachverband von derzeit 16 film- und videowirtschaftlichen Verbänden. Im Zentrum der Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft stehen Altersfreigabeprüfungen nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) für Filme, Video (VHS, DVD) und vergleichbare Bildträger (CD-ROM, Laser-Disc u.ä.), die in der Bundesrepublik Deutschland für die öffentliche Vorführung und Verbreitung vorgesehen sind.

Wiesbaden, 15. November 2006

Ansprechpartnerin:
Stefan Linz
Sprecher der Film- und Videowirtschaft
bei der FSK
Kreuzberger Ring 56
D-65205 Wiesbaden
Tel.: 49 [0611] 77891-72
Fax: 49 [0611] 77891-49
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Ein Film, eine Altersfreigabe

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