Freigabebegründungen

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Kinostart am 28.07.2016

1001 NACHT, Teil 1: Der Ruhelose, P/F/D/CH 2015 Filmplakat: 1001 NACHT, Teil 1: Der Ruhelose
Episodenfilm, der sich an der Märchensammlung „1001 Nacht“ orientiert, auf dieser Basis aber allegorische Geschichten aus dem von der Wirtschaftskrise gebeutelten Portugal erzählt. Die einzelnen Handlungsstränge sind ineinander verschachtelt und warten mit zahlreichen skurrilen Elementen und Charakteren auf. Da sich Kindern unter 12 Jahren die allegorische Erzählweise noch nicht erschließt und sie zahlreiche Bezüge nicht entschlüsseln können, werden sie möglicherweise durch einzelne dramatische Momente emotional überfordert. 12-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen. Ihnen ermöglicht die vielfältige künstlerische Stilisierung die Einordnung des Geschehens in eine artifizielle Filmwelt und somit eine ausreichende Distanzierung. Eine Beeinträchtigung ist für diese Altersgruppe daher auszuschließen.
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Dibbuk, PL/IL 2015 Filmplakat: Dibbuk
Thriller-Drama über eine Hochzeit in der polnischen Provinz, bei der ein Geist Besitz vom Bräutigam ergreift. Die Hochzeitsgesellschaft versucht nach Kräften, seine Besessenheit zu vertuschen und sich beim Feiern nicht stören zu lassen. Im Rahmen einer klassischen Geistergeschichte übt der Film Kritik an der polnischen Gesellschaft und ihrem Umgang mit der jüdischen Vergangenheit. Einzelne Elemente, wie die Darstellung der Besessenheit sowie der exzessive Alkoholkonsum der Feiernden, können dabei Kinder unter 12 Jahren überfordern. Da jedoch die Horrorelemente sehr dezent inszeniert sind und der Film ein deutlich negatives Bild der Exzesse zeichnet, sind 12-Jährige in der Lage, das Geschehen einzuordnen und zu verarbeiten. Ihnen ermöglichen die Erzählweise des Films und seine zahlreichen skurrilen Momente eine ausreichende emotionale Distanzierung.
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Heimatland, CH 2016 Filmplakat: Heimatland
Das Drama erzählt mit Elementen des Katastrophenfilms von einer riesigen dunklen Wolke über der Schweiz, deren Entladung das Land zu verheeren droht. Episodisch werden die Reaktionen unterschiedlicher Protagonisten auf diese Bedrohung geschildert. Die Metaphorik des Films legt dabei gesellschaftliche und politische Bezüge nahe, ohne eine Lesart vorzugeben. Zwar können das apokalyptische Szenario und einzelne drastische Momente unter 12-Jährige überfordern, die ruhige Erzählweise bietet jedoch 12-Jährigen und älteren zahlreiche Möglichkeiten der Distanzierung und Entlastung. Durch die Vielzahl der Hauptfiguren und ihrer Verhaltensweisen sowie den Verzicht auf explizite Grausamkeiten und die Offenheit seiner Geschichte ermöglicht der Film die kritische Auseinandersetzung mit seinen Themen. So stellt er für die genannte Altersgruppe zwar durch seine düstere Atmosphäre eine Herausforderung dar, überfordert sie aber nicht.
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Legend of Tarzan, USA 2015 Filmplakat: Legend of Tarzan
Der Abenteuerfilm führt die Geschichte vom Urwaldjungen Tarzan fort, der nun als Erwachsener mit seiner Frau Jane in den Dschungel zurückkehrt und dort in eine Intrige um Habgier und Rache gerät. Bild- und tongewaltig inszeniert, weist der Film eine klare Gut-Böse-Zeichnung mit dem Helden als durchweg starker und positiver Identifikationsfigur auf. Zahlreiche dramatische Actionszenen sowie düstere Passagen können Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. Doch da der Film auf explizit ausgespielte Gewalt verzichtet und immer wieder mit ruhigen, bisweilen humorvollen Szenen, Natur- und Tieraufnahmen für Entlastung sorgt, können bereits 12-Jährige ihn auf der Basis ihrer bereits gesammelten Lebens- und Medienerfahrung verarbeiten. Zudem ermöglicht ihnen das deutlich fiktionale Setting die Distanzierung. Das Risiko einer Ängstigung oder Desorientierung ist daher für diese Altersgruppe nicht zu befürchten.
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Life is a Moment, IND/N 2014 Filmplakat: Life is a Moment
Liebesfilm über einen Pakistani, der schwul ist, sich noch nicht geoutet hat und bald eine Frau heiraten soll. Kurz vor der Eheschließung verliebt er sich jedoch in der Osloer Schwulenszene in einen Mann und will sich endlich zu seiner Homosexualität bekennen. Die im Film behandelten Themen (Toleranz, Liebe, Selbstverwirklichung) sind für Kinder ab 12 Jahren auf Grund ihres psychosozialen Entwicklungsstands problemlos verständlich. Es gibt keine übermäßig dramatischen Situationen und keine expliziten Sexszenen; selbst sexualisierte Szenen wie der Besuch in einer Schwulensauna sind zurückhaltend inszeniert. Im Stil von Bollywoodfilmen gibt es immer wieder auch Musik- und Tanzeinlagen, die zur positiven Grundstimmung beitragen und zugleich für eine gewisse Distanz sorgen. Eine Überforderung lässt sich daher bei Kindern ab 12 Jahren ausschließen.
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Pets, USA 2015 Filmplakat: Pets
Animationsfilm über eine Gruppe verschiedener, miteinander befreundeter Haustiere, die in Abwesenheit ihrer ahnungslosen Besitzer einige Abenteuer in den Straßen New Yorks erleben. Als ein Hund der Gruppe einem Hundefänger ins Netz geht, wollen die anderen Tiere ihn befreien. Der Film ist von einer hellen Gestaltung und einer heiteren Grundstimmung geprägt. Die Inszenierung besteht aus einem Wechsel zwischen temporeichen "Actionszenen" und ruhigen Szenen, die kleinen Kindern Gelegenheit zur Entspannung bieten. Einzelne Spannungsszenen (z.B. eine Bedrohung durch eine Giftschlange, ein bildgewaltiger Autounfall oder der dramatische Beinahe-Ertrinkungstod eines Hundes) können für Vorschulkinder eine emotionale Herausforderung darstellen. Allerdings werden diese Szenen stets in positiver Weise aufgelöst und durch zahlreiche lustige Szenen ausreichend ausgeglichen. Eine Ängstigung steht daher auch bei den jüngsten Zuschauern nicht zu befürchten.
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Wiener Dog, USA 2016 Filmplakat: Wiener Dog
Mischung aus Sozialdrama und schwarzer Komödie. Im Mittelpunkt stehen vier Menschen (ein kleiner Junge, eine unscheinbare Tierassistentin, ein gescheiteter Drehbuchautor sowie eine krebskranke alte Dame), die an der Ödnis ihres Lebens zu verzweifeln drohen; Bindeglied der episodischen Erzählungen ist ein Dackel. Für Kinder ab 12 Jahren sind die Probleme und die zuweilen grotesken Verhaltensweisen der Figuren leicht verständlich und entfalten keine nachhaltig irritierende Wirkung. Die deutlich überzeichnete, von Humor geprägte Inszenierung ermöglicht es 12-Jährigen zudem, eine emotionale Distanz zu wahren. Vereinzelt gibt es Szenen, in denen die Protagonisten ihrer aufgestauten Wut freien Lauf lassen; dabei wird auch der Dackel in Mitleidenschaft gezogen (z.B. wird er mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt). Allerdings sind auch diese Szenen stark überzeichnet und deutlich von makaber-ironischem Humor geprägt, was sich Kindern ab 12 Jahren erschließt und von ihnen ohne Beeinträchtigung verarbeitet werden kann.
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Zeit für Legenden, F/D/CDN 2016 Filmplakat: Zeit für Legenden
Sportfilm und Filmbiografie über den afroamerikanischen Leichtathleten Jesse Owens, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin vier Goldmedaillen für die USA errang und mit diesem Triumph das NS-Regime düpierte. Der Film ist weitgehend ruhig erzählt und stellt die Themen Sport, Freundschaft und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Zugleich bezieht er immer wieder deutlich Stellung gegen jegliche Formen von Rassismus. Dabei kommt es vereinzelt zu bedrohlichen Situationen, die aber nicht übermäßig dramatisch inszeniert sind und stets in positiver Weise aufgelöst werden. In dem Athleten finden auch die jüngsten Zuschauer eine starke Vorbildfigur, die allen Anfeindungen in positiver Weise trotzt. Ein Ängstigung oder emotionale Überforderung lassen sich daher bei allen Altersgruppen ausschließen.
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Kinostart am 21.07.2016

BFG - BIG FRIENDLY GIANT, USA 2015 Filmplakat: BFG - BIG FRIENDLY GIANT
Märchenfilm über ein Waisenmädchen namens Sophie, das von einem gutmütigen Riesen, den sie BFG nennt, in seine Welt "entführt" wird. Die beiden werden beste Freunde und Sophie hilft dem BFG, sich gegen eine Horde böser Riesen zur Wehr zu setzen. Der Film ist insgesamt ruhig erzählt und enthält nur vereinzelt dramatischere Spannungsszenen: zum Beispiel wenn der BFG von den bösen Riesen geärgert wird oder wenn Sophie sich vor den gefräßigen Riesen verstecken muss. Diese Szenen können Kinder im Vorschulalter kurzzeitig ängstigen. Von einer nachhaltigen Irritation ist aber nicht auszugehen, da die Situationen stets humorvoll inszeniert sind und gut ausgehen. In der kleinen Sophie finden zudem auch Vorschulkinder eine mutige und starke Identifikationsfigur, während der BFG eine liebevolle Großvaterfigur darstellt. Darüber hinaus tragen eine Vielzahl lustiger und besinnlicher Szenen sowie das glückliche Ende zur Entlastung bei.
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Frühstück bei Monsieur Henri, F 2015 Filmplakat: Frühstück bei Monsieur Henri
Komödie über eine Studentin, die nach Paris zieht und ein Zimmer bei einem mürrischen, ehemaligen Steuerbeamten findet. Als Gegenleistung für die Untermiete soll sie aber die ungeliebte Schwiegertochter des Rentners vergraulen. Der Film enthält keine vulgäre Sprache und keine übermäßig dramatischen Situationen. Zudem gleichen der positive Grundton sowie viele heitere Szenen vereinzelte Konfliktsituationen mehr als ausreichend aus. Kleine Kinder werden der Geschichte nicht in allen Details folgen können, von einer negativen Überforderung ist dabei aber nicht auszugehen. Auch die Themen Tod und Sterben werden in einer Weise behandelt, die Vorschulkinder nicht belastet.
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Ma Folie, A 2014 Filmplakat: Ma Folie
Mischung aus Drama und Thriller über eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die immer stärker durch Misstrauen und Verlustangst geprägt wird. Schließlich eskaliert die Situation – mit fatalen Folgen. Die Wandlung der Liebesgeschichte hin zu einem dramatischen Psychothriller, in dem Realität und Illusion verschwimmen, ist wirkmächtig inszeniert und lässt Fragen offen. So können unter 16-Jährige von der emotionalen Intensität des Films überfordert und verängstigt werden. Doch 16-Jährige sind in der Lage, die Mittel der Inszenierung wie auch die düsteren und abgründigen Elemente des Films in den Kontext der Geschichte einzuordnen. Ihnen erschließt sich das Spiel um Realität und Wahrnehmung, weshalb sie sich ausreichend distanzieren und auch mit dem offenen Ende umgehen können. Eine emotionale Überforderung ist für diese Altersgruppe auszuschließen.
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STAR TREK BEYOND, USA 2016 Filmplakat: STAR TREK BEYOND
Science-Fiction-Abenteuer über die Besatzung des Raumschiffs Enterprise, die einen finsteren Bösewicht daran hindern muss, den Frieden im Weltall zu zerstören und die Menschheit auszulöschen. Der Film arbeitet mit einem leicht verständlichen Gut-Böse Schema, wobei stets klar bleibt, dass die Guten am Ende siegen werden. Er ist temporeich inszeniert und enthält eine Vielzahl effektvoller Kampf- und Actionszenen. Körperliche Gewalt wird dabei aber nicht detailliert gezeigt oder selbstzweckhaft ausgespielt, so dass eine emotionale Überforderung bei Kindern ab 12 Jahren nicht zu befürchten ist. Zwischen den Spannungs- und Kampfszenen gibt es auch immer wieder ruhige Passagen, die 12-Jährigen genug Gelegenheit bieten, Anspannungen abzubauen. Zudem können 12-Jährige die Geschichte als vollkommen realitätsfern begreifen und sich dadurch ausreichend zu distanzieren.
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The Girl King, SF/CDN/D/S 2015 Filmplakat: The Girl King
Das im 17. Jahrhundert spielende Historiendrama erzählt von der jungen Königin Christina von Schweden, die sich für Frieden und Bildung einsetzt und sogar ihre Liebe zu einer Hofdame auslebt – gegen den Willen des intriganten Hofstaats. Der Film ist überwiegend ruhig, in teils opulenten Bildern und mit Konzentration auf seine starke Hauptfigur und deren Konflikte erzählt. Sehr jungen Zuschauern erschließen sich dabei die komplexen Verhältnisse am Hof und ambivalente Charakterzeichnungen noch nicht. Auch können unter 12-Jährige von einzelnen gewalthaltigen und düsteren Szenen überfordert werden. Doch 12-Jährige sind bereits in der Lage, sich ausreichend von diesen Aspekten zu distanzieren, da das Setting des Films weit von ihrer Lebensrealität entfernt ist und sich ihnen der historische Kontext erschließt. Auch wenn sie einzelne Szenen herausfordern dürften, können sie sie in die Handlung einordnen und finden ausreichend emotionale Orientierung. Eine Überforderung ist daher für diese Altersgruppe auszuschließen.
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