Freigabebegründungen

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Kinostart am 19.10.2017

Borg/McEnroe, S/DK/SF 2017 Filmplakat: Borg/McEnroe
Sport-Drama über das legendäre Turnier der gefeierten Tennisprofis Björn Borg und John McEnroe in Wimbledon im Jahr 1980. Der Film enthält nur sehr vereinzelt spannende Szenen, etwa wenn es zu Streitigkeiten zwischen den Spielern oder mit ihren Trainern kommt. Diese Szenen entfalten jedoch im Kontext der positiven Sportgeschichte keine übermäßige Wirkung. Überforderungen oder Ängstigungen lassen sich daher auch bei den jüngsten Zuschauern ausschließen.
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Clash, D/ET/F 2016 Filmplakat: Clash
Zur Zeit des ägyptischen Militärputsches im Jahr 2013 spielendes Drama über eine Gruppe von Menschen, die während der Zusammenstöße verhaftet werden. In einem Transportfahrzeug der Polizei prallen die unterschiedlichen politischen und religiösen Orientierungen der Gefangenen aufeinander; mit der Zeit kommt es aber zu Annäherungen und Solidarität. Der Film ist in einem realistischen, beinahe dokumentarischen Stil inszeniert. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihres kognitiven und psychosozialen Entwicklungsstands fähig, die Dramaturgie und die kritischen Aussagen zu verstehen und angemessen einzuordnen. Die positive Entwicklung innerhalb der Gruppe sorgt zudem für eine emotionale Entlastung, sodass sich emotionale Überforderungen ausschließen lassen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Es war einmal Indianerland, D 2017 Filmplakat: Es war einmal Indianerland
Jugendgeschichte nach dem gleichnamigen Roman: Im Mittelpunkt steht ein 17-Jähriger namens Mauser, der in einer tristen Hochhaussiedlung lebt. Während eines Sommers überschlagen sich in seinem Leben die Ereignisse: Er verliebt sich, muss im Boxring gegen seinen besten Freund antreten und hat eigenartige Visionen von einem Indianer. Der Film erzählt eine Geschichte über das Erwachsenwerden, der Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren folgen können. Einzelne dramatische Szenen (Streitigkeiten oder Szenen im Boxring) bewegen sich in einem Rahmen, der diese Altersgruppe nicht überfordert. In einer Szene konsumiert die Hauptfigur Drogen, aber dies wird in keiner Weise verherrlicht, sondern ausgesprochen negativ dargestellt. Eine desorientierende Vorbildwirkung ist daher nicht zu befürchten.
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Geostorm, USA 2017 Filmplakat: Geostorm
Der Katastrophenthriller erzählt von einem vernichtenden Unwetter, das die Erde bedroht. Ein Wissenschaftler begibt sich auf eine gefährliche Weltraummission, um die Katastrophe abzuwenden. Der Film weist mehrere parallele Handlungsstränge und zahlreiche genretypische Elemente inklusive turbulenter Actionszenen auf. Gut und Böse sind dabei stets leicht zu unterscheiden. Einzelne Darstellungen von Tod und Zerstörung können Kinder unter 12 Jahren ängstigen. Da die Inszenierung nie allzu drastisch ist, sind bereits 12-Jährige in der Lage, diese Passagen in den Genrekontext einzuordnen und zu verarbeiten. Auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung können sie die Fiktionalität der Geschichte jederzeit erkennen. Zudem sorgen ruhige, erklärende Dialoge, positive Wendungen und die Betonung von Werten wie Solidarität und Hilfsbereitschaft für emotionalen Halt. Eine Beeinträchtigung ist für 12-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

SCHNEEMANN, USA 2017 Filmplakat: SCHNEEMANN
Psychothriller über einen Kommissar und seine neue Kollegin, die gemeinsam mit einer grausamen, rätselhaften Mordserie konfrontiert werden. Nach und nach kommen sie dem Täter näher, geraten dabei jedoch selbst in Gefahr. Die komplexe Geschichte ist mit vielen genretypischen Mitteln erzählt und konzentriert sich auf die Figuren, wobei immer wieder Familienverhältnisse in den Fokus rücken. Trotz seiner überwiegend ruhigen Erzählweise weist der Film ein anhaltend hohes Spannungsniveau sowie eine düstere Atmosphäre auf, was im Zusammenspiel mit drastischen Gewaltdarstellungen und der Familienthematik Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern kann. 16-Jährige sind aufgrund ihrer Medienerfahrung in der Lage, die Genremechanismen zu entschlüsseln und sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen bietet der Film durch nachdenkliche Passagen und positive Aspekte ausreichend Entlastung, um ihn ohne das Risiko einer Überforderung verarbeiten zu können.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

The Square, S/D/DK/F 2017 Filmplakat: The Square
Satire über einen Kurator eines Museums für moderne Kunst, dessen Leben durch eine Reihe von zufälligen und bizarren Ereignissen aus dem Lot gerät. Episodenhaft verhandelt der tragikomische Film Fragen zum Verhältnis von Kunst und Leben, Moral und Egoismus und zu sozialer Verantwortung. Dabei wechseln turbulente Szenen mit dialogzentrierten und humorvollen Passagen. Einzelne bedrohliche, auch gewalthaltige Momente können jüngere Kinder nachhaltig irritieren, da sie ihre Bedeutung im Kontext noch nicht entschlüsseln können. Ab 12-Jährige sind bereits in der Lage, diese Aspekte und die ironische Haltung des Films zu verstehen. Da keine Bilder voyeuristisch oder drastisch ausfallen und der Film durch seine teils stilisierte Inszenierung, seinen Humor und nachdenkliche Passagen ausreichend Gelegenheit zur Distanzierung gibt, können 12-Jährige ihn ohne Überforderung verarbeiten.
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Kinostart am 12.10.2017

American Assassin, USA 2017 Filmplakat: American Assassin
Der Actionfilm erzählt von einem jungen Mann, der nach dem Verlust seiner Verlobten durch einen Terroranschlag auf Rache sinnt und sich von der CIA engagieren und ausbilden lässt, um als Elite-Agent gegen Terroristen zu kämpfen. Der Film weist zahlreiche typische Genreelemente, einige stereotype Charakterisierungen und viele teils drastische Action- und Gewaltszenen auf, die Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern und desorientieren können. Da diese Szenen aber durch den Kontext motiviert und erklärt werden, sind 16-Jährige in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen erschließt sich, dass der Film im Verlauf der Handlung ideologische Haltungen ebenso hinterfragt wie den anfänglichen Rachewunsch des Protagonisten. Auch die später sehr deutliche Fiktionalität des Geschehens erleichtert ihnen die Distanzierung. So kann diese Altersgruppe das Gesehene eigenständig reflektieren und bewerten.
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Captain Underpants - Der supertolle erste Film, USA 2017 Filmplakat: Captain Underpants - Der supertolle erste Film
Der Animations-Kinderfilm erzählt von zwei besten Freunden, die in der Schule ständig anecken. Eines Tages verwandeln sie ihren fiesen Schuldirektor durch Hypnose in einen Comic-Superhelden, was weitere turbulente Abenteuer zur Folge hat. Der Film ist kindgerecht erzählt, mit einer einfachen, rasant und humorvoll inszenierten Geschichte, sympathischen Charakteren und vielen comichaften Überzeichnungen, die bereits für Kinder im Vorschulalter als fiktional erkennbar sind. Einzelne bedrohliche und dramatische Situationen werden sehr schnell wieder aufgelöst, sodass sie nicht nachhaltig ängstigend wirken. Da auch die Bösewichte nicht wirklich bedrohlich sind und immer wieder musikalische und tänzerische Einlagen für emotionale Entlastung sorgen, können schon Kinder unter 6 Jahren den Film ohne Überforderung verarbeiten.
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Cingöz Recai, TR 2017 Filmplakat: Cingöz Recai
Thriller über einen fintenreichen Meisterdieb und Verwandlungskünstler, der irgendwann erkennen muss, dass er Teil eines perfiden Komplotts ist, mit dem ein geheimnisvoller Verbrecher an Staatsgeheimnisse kommen will. Der Film ist rasant erzählt und spielt an mondänen Schauplätzen, zahlreiche überraschende, teils parodistisch überzeichnete Wendungen wechseln mit Actionszenen. Die Komplexität der Handlung kann dabei im Zusammenspiel mit einzelnen Gewaltdarstellungen Kinder unter 12 Jahren überfordern. Doch 12-Jährige sind in der Lage, das Geschehen zu verstehen und die nie voyeuristisch ausgespielte Gewalt in den deutlich fiktionalen Kontext einzuordnen. Auch das fern ihrer Alltagsrealität angesiedelte Setting und der Humor tragen dazu bei, dass diese Altersgruppe sich jederzeit ausreichend distanzieren kann.
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Darkland, DK 2016 Filmplakat: Darkland
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Die Einsiedler, D 2016 Filmplakat: Die Einsiedler
Drama über einen jungen Mann, der auf einem einsamen Tiroler Bergbauernhof aufgewachsen ist und nach dem Tod seines Vaters in Konflikt gerät, ob er im Tal unter anderen Menschen oder auf dem Hof leben will. Der Film ist in eindringlichen Bildern und mit wenigen Dialogen, mit Konzentration auf den introvertierten, nachdenklichen Protagonisten erzählt. Die Atmosphäre ist dabei teils bedrückend und kann im Zusammenspiel mit einzelnen irritierenden bis bedrohlichen Momenten Kinder unter 12 Jahren überfordern, da sie die Charaktere und ihr Verhalten noch nicht entschlüsseln können. Doch 12-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren, da die ruhige Erzählweise ihnen die Möglichkeit gibt, das Gesehene zu reflektieren. Eine Beeinträchtigung ist für ab 12-Jährige nicht zu befürchten.
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Happy End, F/D/A 2017 Filmplakat: Happy End
Drama über eine großbürgerliche französische Familie, in der alle nebeneinander her leben und mit ihren Problemen kämpfen - von außerehelichen Affären über Alkoholmissbrauch bis hin zum unerfüllten Wunsch nach Sterbehilfe. Der Film ist ruhig, distanziert und teils fragmentarisch erzählt, die Figuren werden kühl und mit satirischer Note dargestellt. Einzelne Momente von Gewalt und Andeutungen von Verbrechen sowie die teils derbe, sexualisierte Sprache können Kinder im Grundschulalter irritieren. 12-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte zu verarbeiten, da die Inszenierung stets Distanz zum Geschehen herstellt. Auch amoralische Handlungen entfalten durch die distanzierte Schilderung keine desorientierende Wirkung. Auf der Basis ihrer kognitiven Entwicklung und bereits gesammelten Medienerfahrung sind 12-Jährige daher in der Lage, die Themen des Films kritisch zu reflektieren. Eine Beeinträchtigung ist für sie nicht zu befürchten.
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Louis & Luca – Das große Käserennen, N 2015 Filmplakat: Louis & Luca – Das große Käserennen
Animations-Kinderfilm über eine Elster und einen Igel bei einem Käserennen, in dem zwei Dörfer miteinander konkurrieren. Der allzu überschwängliche Elsterjunge Louis muss dabei bald einsehen, dass nicht nur er Siegeschancen hat. Die einfache Geschichte um Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut ist episodenhaft, mit überwiegend gemächlichem Tempo und in bunten Bildern durchweg kindgerecht erzählt. Zwar weist sie auch einzelne dramatische Passagen auf, diese sind jedoch gut in den Kontext eingebettet und werden schnell wieder aufgelöst. Die sympathischen Figuren und die positive Atmosphäre sowie zahlreiche humorvolle Situationen sorgen für ausreichend emotionale Entlastung, sodass schon Kinder im Vorschulalter den Film ohne Überforderung verarbeiten können.
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The Wailing - Die Besessenen, ROK 2016 Filmplakat: The Wailing - Die Besessenen
Mischung aus Horrorfilm und Mystik-Thriller: Ein unbeholfener Dorfpolizist in Südkorea soll eine brutale Mordserie aufklären. Es stellt sich heraus, dass hinter den Taten ein Dämon steckt, der auch seine kleine Tochter befallen hat. Vor allem in der zweiten Filmhälfte gibt es mehrere drastische Momente, die aber nicht reißerisch wirken und schlüssig in die Dramaturgie eingebunden sind. Auch sind immer wieder Leichen, Untote und das verwandelte Mädchen zu sehen. Dazwischen gibt es jedoch stets ruhige Passagen, die Jugendlichen ab 16 Jahren genug Gelegenheit zur Entspannung bieten. Zuschauer ab diesem Alter sind in der Lage, die Geschichte als vollkommen irreal zu durchschauen und eine angemessene Distanz zu wahren. Überforderungen sind nicht zu befürchten.
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Vorwärts immer!, D 2016 Filmplakat: Vorwärts immer!
Politkomödie, die in der DDR des Jahres 1989 spielt: Eine schwangere junge Frau will mit einem gefälschten West-Pass ausreisen und gerät dabei in die Leipziger Montagsdemonstrationen. Ihr Vater, ein Schauspieler, verkleidet sich derweil als Erich Honecker, um einen Schießbefehl gegen die Demonstranten zurückzunehmen. Der Film ist für Kinder ab 12 Jahren klar als Komödie erkennbar. Vereinzelt gibt es leicht dramatische Szenen, etwa wenn die Tochter von der Stasi bedroht wird oder Panzer gegen Demonstranten auffahren. Kinder ab 12 Jahren sind jedoch in der Lage, die historischen Zusammenhänge des Films zu verstehen und die Geschehnisse entsprechend einzuordnen. Eine Überforderung lässt sich daher ausschließen.
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What Happened to Monday?, GB 2017 Filmplakat: What Happened to Monday?
Im Jahr 2073 spielender Science-Fiction-Thriller: Auf Grund der Überbevölkerung herrscht eine militärisch überwachte Ein-Kind-Politik. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen sieben identische Geschwister (Siebenlinge), die sich seit 30 Jahren als eine Person ausgeben. Als man sie entdeckt, kommt es zu einer Menschenjagd. Der zunächst eher ruhig inszenierte Film enthält vor allem in der zweiten Hälfte einige massive Gewaltszenen. Diese Szenen sind jedoch nicht reißerisch inszeniert. Jugendliche ab 16 Jahren sind fähig, die gesellschaftskritischen Aspekte des Films zu verstehen und die Gewaltszenen als typische Elemente einer Genregeschichte einzuordnen. Daher ist weder eine überfordernde, noch eine sozialethisch desorientierende Wirkung zu befürchten.
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