Freigabebegründungen

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Kinostart am 23.06.2016

Bastille Day, USA/F/GB 2016 Filmplakat: Bastille Day
Der Actionthriller erzählt von einem aus den USA stammenden Taschendieb in Paris, der in ein weitreichendes Komplott und damit zwischen die Fronten von CIA und französischer Polizei gerät. Der Film ist mit den typischen Mitteln seines Genres erzählt und thematisiert gut nachvollziehbar die Manipulationsmöglichkeiten von sozialen Netzwerken. Einige Action- und Gewaltszenen können aufgrund ihrer Drastik und der bisweilen unklaren Legitimierung von Gewaltanwendung Zuschauer unter 16 Jahren überfordern. Doch 16-Jährige sind in der Lage, die Handlungen der Filmfiguren zu hinterfragen und den gewalt- und medienkritischen Kontext des Films zu verstehen. Auch durch die immer wiederkehrenden ruhigen Passagen und humorvollen Dialoge können sie sich emotional ausreichend distanzieren. Eine überfordernde oder desorientierende Wirkung ist für diese Altersgruppe daher nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Café Belgica, B/F/NL 2016 Filmplakat: Café Belgica
Drama über zwei Brüder, die eine Bar eröffnen und durch deren Erfolg in einen Strudel von Party- und Drogen-Exzessen geraten – was für einen der beiden zur existenziellen Gefahr wird. Der Film ist episodisch erzählt und konzentriert sich auf seine beiden Protagonisten, die differenziert dargestellt werden und keinen Vorbildcharakter entwickeln. Unter 12-Jährige können durch einzelne Darstellungen von Sexualität und Gewalt emotional überfordert werden. 12-Jährige sind dagegen bereits in der Lage, diese Szenen in den Kontext einzuordnen und das Verhalten der Figuren zu hinterfragen. Ihnen bieten ruhige Passagen ausreichend Entlastung, um die nie voyeuristisch inszenierten Exzesse zu verarbeiten. Zudem geben die klare Haltung des Films zu den Gefahren von Drogenkonsum und die positive Betonung des Familienzusammenhalts dieser Altersgruppe emotionale Orientierung, weshalb eine Überforderung für sie nicht zu befürchten ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Ein ganzes halbes Jahr, USA 2016 Filmplakat: Ein ganzes halbes Jahr
Drama über die Liebesgeschichte zwischen einem gelähmten jungen Mann und seiner Pflegerin. Als sie erfährt, dass er bereits seinen Selbstmord geplant hat, setzt sie alles daran, ihn vom Wert des Weiterlebens zu überzeugen. Der Film ist linear und weitgehend ruhig erzählt, konzentriert sich auf seine sympathischen Figuren und deren unterschiedliche Temperamente. Die Themen Sterbehilfe und Tod können zwar für unter 12-Jährige eine emotionale Überforderung bedeuten, doch bereits 12-Jährige sind aufgrund ihrer Entwicklung in der Lage, mit diesen Aspekten umzugehen und den Vorsatz des Protagonisten kritisch zu hinterfragen. Ihnen bieten die positive, lebensbejahende Atmosphäre und die versöhnliche Entwicklung der Geschichte ausreichend emotionalen Halt, um den Film ohne Überforderung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

God of Happiness, D/F/GO 2015 Filmplakat: God of Happiness
Komödie über einen georgischen Filmregisseur, der sich in Deutschland als Komparse durchschlägt. Als seine Tochter zu Besuch kommt, gaukelt er ihr Erfolg und Luxus vor – mit turbulenten Folgen. Der Film ist weitgehend ruhig erzählt, konzentriert sich auf seine sympathischen Figuren und wartet mit zahlreichen skurrilen Elementen und sarkastischem bis makabrem Humor auf. Einzelne Film-im-Film-Szenen über den Zweiten Weltkrieg können dabei Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. Doch 12-Jährige sind bereits in der Lage, diese Szenen zu entschlüsseln und in den Kontext einzuordnen. Auch von der vereinzelt vulgären Sprache können sie sich ausreichend distanzieren. Von einer Überforderung ist für diese Altersgruppe nicht auszugehen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Kill Billy, N/S 2014 Filmplakat: Kill Billy
Komödie über einen norwegischen Möbelhändler, der durch die Eröffnung einer benachbarten Ikea-Filiale ruiniert wird. Aus Rache entführt er den Ikea-Gründer, doch bald merken die beiden Männer, dass sie manches gemeinsam haben. Der Film ist ruhig erzählt und von einer heiteren Grundstimmung geprägt. Im Mittelpunkt stehen zwei kauzige ältere Männer, die sich gegenseitig beistehen. Vereinzelte Spannungsmomente (z.B. als die Protagonisten in Eis einbrechen) sind kurz gehalten und werden schnell aufgelöst, so dass bei Grundschulkindern keine Ängstigung zu befürchten ist. Zahlreiche lustige Momente mit Situationskomik tragen darüber hinaus zur Entlastung bei.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Sworn Virgin, I/CH/D/AL/KOS 2015 Filmplakat: Sworn Virgin
Drama über eine junge Frau, die in der Berglandschaft Albaniens lebt. Um dem Schicksal als Ehefrau und Dienerin zu entgehen, legt sie einen Schwur ewiger Jungfräulichkeit ab. Fortan trägt sie den Namen Mark und wird wie ein Mann behandelt. Nach zehn Jahren entdeckt sie während einer Reise nach Mailand ihre Geschlechtlichkeit neu. Die Geschichte des langsam erzählten und dialogarmen Films wird sich kleinen Kindern kaum erschließen. Eine negative Überforderung steht dabei aber nicht zu befürchten. Vielmehr bleiben kleine Kinder emotional auf Distanz zu den Geschehnissen. Vereinzelt gibt es düstere Szenen sowie angedeutete Sexualität. Diese Szenen sind aber dezent gehalten und werden nicht ausgespielt, so dass auch hier eine Überforderung oder Irritation bei allen Altersgruppen ausgeschlossen werden kann.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

The Neon Demon, USA/F/DK 2016 Filmplakat: The Neon Demon
Drama über eine 16-Jährige, die als Model Karriere macht. In der Modebranche wird sie in einen grotesken Strudel aus Jugend- und Schönheitswahn hineingezogen, der bis zu Mord führt. Der Film ist in einem betont kunstvoll überhöhten, mitunter surreal wirkenden Stil inszeniert. Dabei behandelt er auch provokante und tabuisierte Themen wie Nekrophilie, sexuelle Misshandlung und Kannibalismus. Diese werden jedoch nie selbstzweckhaft oder aufdringlich ins Bild gerückt. Manche Momente sind zwar erschreckend und von einer gewissen Drastik, werden aber auf Jugendliche ab 16 Jahren nicht überfordernd wirken, zumal die stilisierte Inszenierung für eine emotionale Distanz sorgt. Für Zuschauer ab 16 sind die Themen und der Inszenierungsstil klar als Teil einer kultur- und gesellschaftskritischen Aussage erkennbar und können angemessen verarbeitet werden.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Kinostart am 16.06.2016

7 Göttinnen, IND/D 2015 Filmplakat: 7 Göttinnen
Mischung aus Komödie und Drama über junge Inderinnen, die anlässlich einer bevorstehenden Hochzeit zusammenkommen, feiern und sich über ihr Leben austauschen – bis dramatische Ereignisse sie auf ungeahnte Weise herausfordern. Der Film ist über weite Strecken ruhig und dialogorientiert erzählt und konzentriert sich auf seine sympathischen und starken Protagonistinnen. Dabei thematisiert er ausführlich und kritisch die Situation von Frauen im heutigen Indien. Kinder unter 12 Jahren können durch die dramatische und gewalthaltige Wendung des Films in der zweiten Hälfte irritiert und überfordert werden. 12-Jährige sind hingegen in der Lage, diese Aspekte in den Kontext des Films einzuordnen und das Verhalten der Figuren zu hinterfragen. Die differenzierte Darstellung des Geschehens sorgt im Zusammenspiel mit entlastenden Passagen für ausreichende Distanzierungsmöglichkeiten für diese Altersgruppe. So fordert der Film sie zwar heraus, überfordert sie aber nicht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Central Intelligence, USA 2015 Filmplakat: Central Intelligence
Actionkomödie über einen CIA-Agenten, der als dicker Junge gehänselt wurde, nun aber muskelbepackt und cool in seine Heimatstadt zurückkehrt, wo er für eine gefährliche Mission auf Beistand eines ehemaligen Schulkameraden hofft. Der Film wartet mit viel Situationskomik, Wortwitz und Slapstick auf, birgt jedoch auch Action- und Gewaltszenen, von denen einzelne für Kinder unter 12 Jahren zu drastisch inszeniert sind und sie emotional überfordern können. 12-Jährige sind dagegen in der Lage, den komödiantischen Kontext zu verstehen und sich vor diesem Hintergrund ausreichend von den gewalthaltigen Aspekten zu distanzieren. Ihnen bietet der Film genug Entlastung, um ihn ohne das Risiko einer Ängstigung oder Desorientierung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Das Talent des Genesis Potini, NZ 2016 Filmplakat: Das Talent des Genesis Potini
Sozialdrama nach einer wahren Begebenheit: Das manisch-depressive Schachgenie Genesis Poitini engagiert sich für Jugendliche aus ärmlichen Verhältnissen. Durch das Schachspiel will er Hoffnung in das Leben der jungen Menschen bringen, gerät dabei jedoch mit dem Chef einer Rockerbande in Konflikt. Der Film enthält einzelne Szenen körperlicher Gewalt, z.B. wenn Potini von den Rockern zusammengeschlagen wird. Auch seine manischen Schübe, bei denen er Wahrnehmungsstörungen hat und teils aggressiv wird, sind emotional intensiv inszeniert. Kinder ab 12 Jahren werden von diesen Szenen jedoch nicht überfordert. Durch ihren psychosozialen Entwicklungsstand sind sie fähig, die dramatischen Szenen in den Kontext der Gesamthandlung einzuordnen und entsprechend zu verarbeiten. Insgesamt überwiegt in dem Film eine hoffnungsvolle und positive Stimmung, so dass eine emotionale Beeinträchtigung bei Kindern ab 12 ausgeschlossen werden kann.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Demolition - Lieben und Leben, USA 2015 Filmplakat: Demolition - Lieben und Leben
Drama über einen erfolgreichen Banker, der nach dem tragischen Verlust seiner Frau emotional versteinert – bis eine ungewöhnliche Freundschaft ihn erkennen lässt, dass er sein Leben ändern muss. Der Film ist weitgehend ruhig und sehr einfühlsam erzählt, wodurch er seine philosophischen Fragestellungen auch jungen Zuschauern leicht zugänglich werden lässt. Emotional intensive Passagen sowie einzelne Darstellungen von Gewalt und Sexualität können Kinder unter 12 Jahren irritieren. Da das Geschehen stets klar motiviert ist und Konflikte gut aufgelöst werden, können 12-Jährige sie in den Kontext einordnen. Die positive Grundhaltung des Films und seine Konzentration auf Mitmenschlichkeit und Verständnis bieten dieser Altersgruppe stets genug emotionalen Halt, um ihn ohne Überforderung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Miss Hokusai, J 2015 Filmplakat: Miss Hokusai
Zeichentrickfilm über eine junge Japanerin, die als Auftragsmalerin arbeitet und bei ihrem Vater lebt. Der Film zeigt ihre Entwicklung zur Malerin, schildert aber auch das Verhältnis zu ihrem Vater und ihrer schwerkranken Schwester. Insgesamt ist der Film hell und freundlich gestaltet, die Grundstimmung ist heiter. Vereinzelt gibt es düstere Momente (in Form märchenhafter Geistergeschichten) und gegen Ende ein trauriges Ereignis (der Tod der kranken Schwester). Diese Szenen können jüngere Grundschulkinder kurzzeitig erschrecken, von einer Beeinträchtigung und Ängstigung ist aber nicht auszugehen: Die Szenen sind kurz gehalten, gut in die Gesamthandlung eingebettet und werden verständlich aufgelöst. Darüber hinaus tragen zahlreiche fröhliche Szenen zur Entlastung bei. Auch die episodische Erzählstruktur erleichtert es Kindern im Grundschulalter, die ernsteren Geschehnisse zu verarbeiten und mit ihnen abzuschließen. Eine Überforderung lässt sich ausschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Schau mich nicht so an, D/MNG 2015 Filmplakat: Schau mich nicht so an
Drama über zwei Nachbarinnen namens Hedi und Iva, zwischen denen sich eine Affäre entwickelt. Als jedoch überraschend Hedis ungeliebter Vater auftaucht, beginnt Iva ein Verhältnis mit ihm. Der Film handelt von Sexualität, Begehren und dem Aufbrechen von Geschlechterrollen. Es gibt mehrere Sexszenen, die aber nicht explizit ins Bild gerückt werden. Zugleich zeigt er, wie Sexualität für psychologische "Spielchen" eingesetzt wird. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren steht eine Überforderung durch die moralischen und emotionalen Verstrickungen nicht zu befürchten. Sie können die überspitzte Geschichte und die übertriebenen Charaktere als Teil einer künstlerischen "Versuchsanordnung" begreifen, die keinerlei Nähe zu ihrer eigenen Lebenswelt hat. Dementsprechend können 16-Jährige eine angemessene emotionale Distanz wahren und die Geschichte ohne beeinträchtigende Wirkung verarbeiten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

The Conjuring 2, USA 2016 Filmplakat: The Conjuring 2
Der Horrorfilm erzählt eine weitere Geschichte um das Geisterjäger-Ehepaar Ed und Lorraine Warren: In England versuchen sie eine alleinerziehende Mutter und ihre Kinder von einem gefährlichen Poltergeist zu befreien. Der Film ist mit den typischen Mitteln seines Genres erzählt und wartet mit zahlreichen Spannungs- und Schockszenen auf. Die düstere Atmosphäre und einige drastische Momente können Kinder übermäßig ängstigen, doch 16-Jährige sind auf der Basis ihrer Entwicklung und bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext der klassisch anmutenden Spukgeschichte einzuordnen und zu verarbeiten. Ihnen bieten sowohl einige ruhige Passagen als auch das weit von ihrer Lebenswirklichkeit entfernte 1970er-Jahre-Setting des Films genug Möglichkeiten, sich zu distanzieren. Eine Überforderung ist daher für 16-Jährige auszuschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben


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