Freigabebegründungen

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Kinostart am 22.09.2016

24 Wochen, D 2015 Filmplakat: 24 Wochen
Drama über ein Paar namens Astrid und Markus, die erfahren, dass ihr zweites, noch ungeborenes Kind das Downsyndrom sowie einen schweren Herzfehler hat; die Entscheidung für oder gegen eine Spätabtreibung wird zur Belastungsprobe. Der Film enthält einige sehr emotionale Konflikt- und Streitsituationen sowie eine etwas grobe Sexszene zwischen Astrid und Markus, welche die emotionale Belastung des Paares verdeutlichen soll. Einzelne Szenen können für Kinder ab 12 Jahren eine emotionale Herausforderung darstellen (z.B. die schmerzhafte Abtreibung am Ende), von einer nachhaltigen Belastung ist aber nicht auszugehen. Zuschauer ab diesem Alter sind auf Grund ihres kognitiven und psychosozialen Entwicklungsstands in der Lage, diese Szenen sowie den Grundkonflikt zu verstehen, angemessen einzuordnen und kritisch zu hinterfragen. Beeinträchtigungen stehen daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Alice und das Meer, F 2014 Filmplakat: Alice und das Meer
Drama über eine junge Frau, die als Mechanikerin auf einem großen Frachtschiff arbeitet und während der langen Ozeanfahrt zwischen der Liebe zu ihrem Freund an Land und einer leidenschaftlichen Affäre an Bord hin- und hergerissen ist. Der Film ist ruhig und leise erzählt und schildert neben den emotionalen Verwicklungen auch ausführlich den Alltag an Bord. Dabei werden Aspekte wie der häufige Alkoholkonsum oder Besuche bei Prostituierten bei Landgängen dezent dargestellt. Zahlreiche weitere Szenen mit sexuellem Inhalt sind ebenfalls nicht spekulativ in Szene gesetzt, können allerdings Kinder unter 12 Jahren irritieren, da Sexualität auf freizügige Weise, teils auch promiskuitiv und ohne emotionalen Hintergrund dargestellt wird. 12-Jährige sind aber in der Lage, diese Aspekte in den Kontext der Erzählung und des Milieus einzuordnen. Da zudem die Protagonistin als eigenständiger, starker Charakter porträtiert wird, ist für diese Altersgruppe nicht von einer Desorientierung auszugehen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Bad Moms, USA 2016 Filmplakat: Bad Moms
Komödie über drei befreundete junge Mütter, die nicht mehr auf ihre Mutterrolle reduziert sein wollen und daher beginnen, gemeinsam auszugehen und jede Menge Spaß zu haben – zum Missvergnügen einiger anderer, „perfekter“ Mütter. Der Film arbeitet mit den vertrauten Stilmitteln seines Genres und wartet mit zahlreichen Überzeichnungen, Slapstick-Elementen, jugendaffiner Musik und temporeichen Dialogen auf. Für Kinder unter 12 Jahren kann dabei die sexualisierte, teils vulgäre Sprache der Protagonistinnen zu Irritationen führen. 12-Jährige und Ältere hingegen sind in der Lage, diese und weitere Übertreibungen zu erkennen und dem Komödienkontext sowie den Figuren zuzuordnen. Auch den teils exzessiven Alkoholkonsum können sie im Kontext der dargestellten Situation, einer Party, verarbeiten und sich ausreichend distanzieren. Eine beeinträchtigende, desorientierende Wirkung ist daher für ab 12-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der Vollposten, I 2015 Filmplakat: Der Vollposten
Komödie über einen faulen italienischen Beamten, den seine Chefs in den Ruhestand drängen wollen. Daher versetzen sie ihn in die Arktis – was dem Beamten einige denkwürdige Erlebnisse und Bekanntschaften beschert. Getragen von einer durchweg positiven Grundstimmung karikiert der Film mit vielen Überzeichnungen, Slapstick-Momenten und Sprachwitz landläufige Klischees über Beamte wie über Italiener. Die Figuren sind sympathisch und liebenswert gezeichnet; auf drastische Elemente verzichtet die Inszenierung. Lediglich die hohe Schnittfrequenz und die Bilderflut einzelner Passagen können kleinere Kinder in ihrer Wahrnehmung überfordern und verwirren. Doch ab 6-Jährige sind in der Lage, sie zu verarbeiten. Ihnen bieten positive Leitfiguren, ruhige Szenen, Bilder von exotischen Schauplätzen sowie die heitere Musik ausreichend Entlastung, sodass sie den Film ohne Überforderung verarbeiten können.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Die glorreichen Sieben, USA 2016 Filmplakat: Die glorreichen Sieben
Western über eine Gruppe von sieben kampferprobten Männern, die von einer Witwe engagiert werden, um ihre Stadt gegen einen skrupellosen und mörderischen Geschäftsmann zu verteidigen. Der Film wartet mit typischen Genreelementen auf und ist temporeich erzählt. Gut und Böse sind eindeutig zu unterscheiden. Die hohe Zahl an Todesopfern, einzelne drastische, wenngleich nicht voyeuristisch ausgespielte Gewaltszenen sowie die rauen Umgangsformen können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. 16-Jährige sind aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext der Geschichte und des Genres einzuordnen. Auch das teils hohe Erzähltempo können sie ohne Probleme verarbeiten. Zudem erleichtert ihnen das historisch wie geographisch ferne Setting die emotionale Distanzierung.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

LENALOVE, D 2015 Filmplakat: LENALOVE
Jugenddrama über eine 16-Jährige, die mit allerlei Konflikten in der Familie und im Freundeskreis zu kämpfen hat; als sie Opfer einer Cybermobbing-Intrige wird, droht die Situation zu eskalieren. Der Film behandelt Themen wie Freundschaft, Liebe und Familie, aber auch Mobbing und Verrat. Dies geschieht in einer Weise, die für Kinder ab 12 Jahren nachvollziehbar ist und adäquat verarbeitet werden kann. Auch eine Szene, in der die Protagonistin unter (unfreiwilligem) Drogeneinfluss Wahnvorstellungen hat und sexuell bedrängt wird, stellt für Zuschauer ab 12 Jahren keine nachhaltige Belastung dar: Die Szene ist schlüssig in den dramaturgischen Kontext eingebunden und wird nicht übermäßig ausgespielt. Auch das Happy-End und die klare Botschaft, dass die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden, tragen zur Entlastung bei.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Snowden, USA/D 2016 Filmplakat: Snowden
Politdrama über den Werdegang und die Enthüllungen des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Edward Snowden, der 2013 die illegalen Überwachungspraktiken der US-Geheimdienste publik machte. Der ruhige, episodenhaft erzählte Film ist stark dialogorientiert und enthält (außer kurzen Satellitenbildern von Raketeneinschlägen) keine Gewalt- oder Kampfszenen. Vereinzelt gibt es leicht dramatische Szenen (zwei stressbedingte epileptische Anfälle Snowdens, ein Streit mit seiner Freundin), die auf Kinder ab 6 Jahren jedoch nicht überfordernd wirken. Kinder im Grundschulalter werden die Handlung des Films zwar nicht völlig verstehen, von einer negativen Überforderung ist aber nicht auszugehen.
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Kinostart am 15.09.2016

Auf Augenhöhe, D 2016 Filmplakat: Auf Augenhöhe
Mischung aus Drama und Komödie über einen 10-Jährigen, der sich nach dem Tod der Mutter auf die Suche nach seinem bislang unbekannten Vater macht. Dieser ist überraschenderweise kleinwüchsig, was die Annäherung kompliziert macht. Der Film konzentriert sich in ruhiger und realitätsnaher Erzählweise auf seine Protagonisten und ist trotz seiner ernsten Themen um die Suche nach Geborgenheit, um Vorurteile und Außenseitertum von Humor geprägt. Dennoch können einige emotional intensive Szenen Kinder im Vorschulalter überfordern, wohingegen 6-Jährige bereits in der Lage sind, diese Momente in den Kontext einzuordnen. Dieser Altersgruppe bieten die sympathischen Figuren und die einfühlsame Inszenierung ausreichend Halt, um die ernsten Aspekte zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Da der Film zudem einleuchtend für Toleranz und Offenheit plädiert, ist für Kinder im Grundschulalter keine Überforderung zu befürchten.
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Das Geständnis, D 2015 Filmplakat: Das Geständnis
Das Drama spielt in der DDR und erzählt vom Angehörigen einer Mordkommission, die mit Verbrechen zu tun hat, die es offiziell aber nicht geben darf. Zwischen Ermitteln und Vertuschen gerät der Mann immer tiefer in einen persönlichen Zwiespalt. Der Film ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf Charaktere und Dialoge. Dabei verzichtet er auf bildliche Gewaltdarstellungen. Dennoch können verbale Beschreibungen grausamer Taten sowie die emotionale Dichte der Erzählung Kinder unter 12 Jahren ängstigen. 12-Jährige sind jedoch bereits in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen, zu dem sie aufgrund des historischen Settings und der wenigen Anknüpfungspunkte an ihre Lebensrealität genug Distanz aufbauen können. Obwohl der Film sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum richtet, ist für 12-Jährige keine Beeinträchtigung zu befürchten.
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Entertainment, USA 2015 Filmplakat: Entertainment
Drama über einen depressiven Stand-up-Comedian, der mit seinen vulgären und beleidigenden Scherzen beim Publikum nur schlecht ankommt. Während seiner Tour durch Kneipen und Clubs versucht er immer wieder, seine Tochter telefonisch zu erreichen. Das Road Movie schildert episodisch Begegnungen und Erlebnisse auf der Tour und ist von einer melancholischen bis aggressiven Atmosphäre der Einsamkeit und Verlorenheit seiner Hauptfigur geprägt. Der Intensität dieser Stimmung können sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren kaum entziehen, zudem birgt der Film dramatische und irritierende Szenen, die nicht klar aufgelöst werden. 16-Jährige sind aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend von diesen Aspekten sowie der destruktiven Haltung des Protagonisten zu distanzieren. Auch die derbe, teils sexistische Sprache können sie in den entsprechenden Kontext einordnen. Für diese Altersgruppe stellt der Film keine übermäßige Belastung dar.
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My First Lady, USA 2016 Filmplakat: My First Lady
Biographisches Drama über die ersten Begegnungen und den Beginn der Liebesbeziehung zwischen Barack Obama und seiner späteren Ehefrau Michelle. Der Film erzählt ruhig vom politischen Engagement und der Annäherung der beiden willensstarken Persönlichkeiten, aber auch von familiären Konflikten. Dabei können einzelne Szenen eines „Films im Film“ mit Gewaltdarstellungen kleinere Kinder emotional überfordern, während bereits 6-Jährige in der Lage sind, diese in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Da das Werk ansonsten keine belastenden Bilder oder übermäßig dramatische Momente birgt und einfühlsam und nachvollziehbar inszeniert ist, können Grundschulkinder es ohne Überforderung verarbeiten.
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SMS FÜR DICH, D 2016 Filmplakat: SMS FÜR DICH
Liebeskomödie über eine trauernde junge Frau, die noch immer Liebes-SMS an die Handynummer ihres verstorbenen Freundes schickt. Da die Nummer neu vergeben wurde, bekommt ein Sportjournalist die Nachrichten. Dieser macht sich auf die Suche nach der Absenderin. Der Film ist bunt und freundlich gestaltet, im Mittelpunkt stehen positive Charaktere. Zu Beginn geschieht zwar der tödliche Autounfall des Freundes, aber dies ist in einer Weise inszeniert, die auch die jüngsten Kinder nicht nachhaltig ängstigt. Auch die bisweilen traurige Stimmung während der ersten Filmhälfte wirkt auf kleine Kinder nicht irritierend, da sie erkennbar mit der Trauerarbeit verknüpft ist und durch viele heitere Momente sowie das glückliche Ende mehr als ausreichend ausgeglichen wird. Eine Überforderung lässt sich daher bei allen Altersstufen ausschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

The Purge: Election Year, USA/F 2016 Filmplakat: The Purge: Election Year
Mischung aus Thriller und Horrorfilm: Im Amerika des Jahres 2025 gibt es einmal jährlich eine Nacht, in der keinerlei Gesetze gelten. Weder Mord noch andere Untaten werden bestraft. Als eine Politikerin diese Gewaltorgie verbieten will, wird sie selbst zum Hauptziel des Massakers. Jugendliche ab 16 Jahren sind in der Lage, die kritische Haltung des Films zu verstehen und die Geschehnisse entsprechend einzuordnen. In diesem Kontext entfalten auch die teils drastischen Gewaltszenen keine desorientierende Wirkung. Die gewalthaltigen Szenen sind in die Dramaturgie eingebunden und dienen auch der moralischen Einordnung der Figuren. Durch die stark übertriebene, realitätsferne Geschichte können Jugendliche ab 16 Jahren auch eine angemessen emotionale Distanz wahren. Überforderungen oder Beeinträchtigungen sind nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Tschick, D 2016 Filmplakat: Tschick
Mischung aus Jugendgeschichte und Roadmovie über einen 14-jährigen Außenseiter aus Berlin, der mit einem Klassenkameraden in einem gestohlenen Auto zu einer abenteuerlichen Reise durch die ostdeutsche Provinz aufbricht. Der Film enthält einige derb-sexualisierte Dialoge, die aber schlüssig in die Dramaturgie eingebunden sind (als Zeichen von Unsicherheit) und keine Vorbildwirkung entfalten. Auch der wiederholt thematisierte Alkoholkonsum wird nicht verherrlicht, sondern zunehmend kritisch behandelt. Zuschauer ab 12 Jahren sind fähig, diese Szenen und Themen in den Kontext der sehr positiven Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden einzuordnen. Eine desorientierende oder irritierende Wirkung steht daher nicht zu befürchten.
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Viva, C/IRL 2015 Filmplakat: Viva
In Havanna spielendes Drama über einen homosexuellen Friseur namens Jesus, der nebenher in einem Travestie-Nachtclub auftritt. Als sich überraschend sein machohafter Vater bei ihm einquartiert, kommt es zu Konflikten. Kinder ab 12 Jahren sind auf Grund ihres psychosozialen Entwicklungsstands fähig, die Themen und Konflikte zu verstehen und angemessen einzuordnen. Der Film zeigt Prostitution sowie Alkohol- und Nikotinkonsum, wobei aber von den Darstellungen keinerlei Faszination ausgeht, im Gegenteil: die negativen Folgen werden deutlich ins Bild gerückt. Auch die Gewalttätigkeit des Vaters wird eindeutig negativ inszeniert. Einzelne Szenen können auf Zuschauer ab 12 Jahren belastend wirken, von einer nachhaltigen Beeinträchtigung ist aber nicht auszugehen, da es immer wieder harmonische und entspannende Szenen gibt. Auch das berührende Happy End trägt nachhaltig zur Entlastung bei.
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