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Freigabebegründungen

Kinostart am 06.12.2018

100 Dinge, D 2018
Filmplakat: 100 Dinge
Komödie über zwei Freunde, die zugleich ständige Konkurrenten sind. Wegen einer Wette müssen sie für 100 Tage auf fast allen Besitz verzichten – was zu Erkenntnissen, aber auch heftigen Konflikten führt. Der Film thematisiert in heiterer Atmosphäre existenzielle Fragen über Konsum und die wahren Werte im Leben, was sich aufgrund der dialogzentrierten und humorvoll-gelassenen Erzählweise auch sehr jungen Zuschauern erschließt. Konflikte werden trotz einzelner Handgreiflichkeiten meist verbal ausgetragen, wobei einzelne vulgäre Beschimpfungen im Kontext wachsender Spannungen zwischen den Protagonisten Kinder unter 6 Jahren überfordern können. Kinder im Grundschulalter erleben die Sprachbilder als deutlich angebunden an erwachsene Figuren; sie können sich ausreichend davon distanzieren und finden in der insgesamt harmonisch angelegten Erzählung mit absehbar positivem Ausgang jederzeit genug emotionalem Halt, sodass für sie keine Beeinträchtigung zu befürchten ist.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Anna und die Apokalypse, GB 2018
Filmplakat: Anna und die Apokalypse
Die Mischung aus Horrorfilm, Teenie-Komödie und Musical erzählt von einer Schülerin, die mit einer Zombie-Epidemie in ihrer Kleinstadt konfrontiert wird – und sich sehr entschlossen zur Wehr setzt. Der Film, in dessen Mittelpunkt eine mutige, starke Heldin steht, ist mit schwarzem Humor und zahlreichen Splattereinlagen - den drastischen Maßnahmen gegen die Zombies - erzählt, ergeht sich aber nicht in Details der Gewalt. Dennoch kann die blutige Intensität einiger Szenen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren übererregen und desorientieren. 16-Jährige sind auf der Basis ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend von diesen deutlich überhöhten Elementen zu distanzieren und die ironische Seite des Films zu erkennen. Ihnen bieten der Humor und die vielen musikalischen Einlagen genug Entlastung, sodass für sie keine Überforderung zu befürchten ist.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Astrid, S/DK/D 2018
Filmplakat: Astrid
Biographisches Drama über die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren und ihre Jugend in den 1920er Jahren. Durch eine Schwangerschaft als 16-jährige und das Los als alleinerziehende Mutter erlebt sie bereits sehr jung einige Krisen. Die Geschichte ist leicht verständlich und weitgehend ruhig erzählt, sie konzentriert sich auf die positive und unbeugsame Hauptfigur, die für Kind und ihre Familie kämpft. Die zurückhaltende Inszenierung auch von Liebesszenen und die zahlreichen Aufnahmen von Landschaften und dörflichen Szenerien sowie das deutlich historische Setting ermöglichen bereits sehr jungen Zuschauern, mit den dargestellten Konflikten ohne Überforderung umzugehen. Lediglich Kinder im Vorschulalter können von einzelnen dramatischen Passagen emotional überfordert werden, während Schulkinder schon in der Lage sind, auch diese im Kontext der ruhigen Erzählung problemlos zu verarbeiten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Climax, F 2018
Filmplakat: Climax
Psychodrama über eine Streetdance-Gruppe, die kurz vor dem Aufbruch zu einer Tournee durch die USA steht. Während der Proben werden die Mitglieder jedoch ohne ihr Wissen unter Drogen (LSD) gesetzt und stürzen in eine surreale, höllische Erfahrungswelt. Der Film ist in einem betont künstlichen Stil inszeniert und die Situation wirkt wie ein Laborexperiment oder eine Versuchsanordnung. Es gibt mehrere Sex- und Gewaltszenen, die jedoch nicht reißerisch ausgespielt werden. Auch der Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, im Gegenteil: der Film zeigt eindrücklich, wozu Menschen unter Drogeneinfluss fähig sind. Zudem erleichtert die künstliche Gestaltung es Jugendlichen ab 16 Jahren, sich von den Geschehnissen zu distanzieren. Zuschauer ab diesem Alter sind auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, das Gesehene einzuordnen und angemessen zu verarbeiten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Das Entschwinden, NL/N 2017
Filmplakat: Das Entschwinden
Drama über eine norwegische Journalistin, die angesichts einer unheilbaren Krankheit in die norwegische Wildnis reist, um sich mit ihrer dort lebenden Mutter zu versöhnen. Der Film ist von einer bedrückend-schwermütigen Atmosphäre geprägt und schildert die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung auf eindringliche Weise. Kinder ab 12 Jahren sind in der Lage, die Konflikte zu verstehen und den Verlauf der Geschichte angemessen einzuordnen. Auch der fortwährende Zigaretten- und Alkoholkonsum der Hauptfigur und das traurige Ende können von Zuschauern ab 12 Jahren im Kontext der Gesamthandlung verarbeitet werden. Der fremdartige Spielort und die sehr "erwachsenen" Probleme erleichtern zudem eine emotionale Distanzierung. Eine überfordernde oder desorientierende Wirkung ist aus diesen Gründen nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deliler - Fatih'in Fermani, TR 2018
Filmplakat: Deliler - Fatih'in Fermani
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Les Affamés - Die Ausgehungerten, F 2018
Filmplakat: Les Affamés - Die Ausgehungerten
Komödie über eine 21-jährige Frau, die durch einen Generalstreik der "Millennials" beweisen will, dass ihre angeblich ziellose Generation keineswegs wertlos für die Gesellschaft ist. Der Film ist dialogstark, lebensnah und humorvoll inszeniert, im Mittelpunkt stehen sympathisch-liebenswerte Charaktere. Es gibt keine dramatischen oder ängstigenden Szenen. Vereinzelt kommt es zu sexualisierter Sprache, aber im Kontext der harmonischen Gesamtgeschichte entwickelt dies keine nennenswerte Wirkung. Kinder im Vorschulalter und junge Grundschulkinder werden der Handlung zwar kaum folgen können, aber eine negative Wirkung entsteht dadurch nicht.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Roma, MEX/USA 2018
Filmplakat: Roma
In den 1970er Jahren in Mexiko spielendes Drama über das Leben einer Mittelklassefamilie mit vier Kindern, einer Großmutter und zwei Hausmädchen. Alle Personen müssen große und kleine Schicksalsschläge überstehen. Der Film ist in einem beinahe dokumentarischen Stil inszeniert und zeigt das liebevolle Miteinander der Figuren. Zu den dramatischen Situationen gehören eine tragisch endende Geburt und eine Studentenrevolte, bei der ein Demonstrant erschossen wird. Diese und ähnliche Szenen bewegen sich jedoch in einem Rahmen, der Kinder ab 12 Jahren weder ängstigt, noch anderweitig beeinträchtigt. Zuschauer ab diesem Alter können der Geschichte gut folgen und die Geschehnisse entsprechend einordnen. Überforderungen lassen sich ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Tabaluga, D 2018
Filmplakat: Tabaluga
Animationsfilm nach dem Kinder-Musical von Peter Maffay: Der junge Drache Tabaluga wächst bei seinem Adoptivvater in der Märchenwelt Grünland auf. Als der Bösewicht Arktos Grünland in eine Eiswelt verwandeln will, muss Tabaluga das verhindern. Dabei findet er neue Freunde und verliebt sich in eine Eisprinzessin. Der Film ist kindgerecht gestaltet und stellt positive Figuren in den Mittelpunkt. Es gibt einige Spannungsszenen und Verfolgungsjagden, die aber stets schnell aufgelöst werden. Die bunte Gestaltung, der Humor und viel Musik bieten den jüngsten Zuschauern zudem reichlich Gelegenheit zur Entspannung. Überforderungen sind daher bei keiner Altersgruppe zu befürchten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Freigabebegründungen

Kinostart am 29.11.2018

Dany - Eine Vater-Sohn-Geschichte, F/B 2018
Komödie über einen Häftling, der aus dem Gefängnis ausbricht, um seinem 15-jährigen Sohn ein guter Vater zu sein. Auf der Flucht vor der Polizei geraten die beiden immer wieder in absurde Situationen. Der Film ist teilweise mit "versteckter Kamera" gedreht, wobei die Reaktionen der anderen Menschen (keine Schauspieler) echt sind. So etwa, wenn der Vater seinen Sohn zum Rauchen auffordert und eine Frau lautstark einschreitet. Kinder ab 12 Jahren sind auf Grund ihres kognitiven Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung fähig, diese Form von Humor zu verstehen und die Situationen entsprechend einzuordnen. Der Film ist für Zuschauer ab 12 Jahren als absurde und überzogene Komödie erkennbar. Eine desorientierende Vorbildwirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Das krumme Haus, USA 2017
Filmplakat: Das krumme Haus
Der Kriminalfilm nach Agatha Christie spielt Ende der 1940er Jahre und erzählt von einem Detektiv, der den mysteriösen Tod des Großvaters seiner Verlobten untersucht und dafür ins imposante Herrenhaus der zutiefst zerstrittenen Familie kommt. Der Film konzentriert sich auf sein vielköpfiges Figurenensemble, das sehr jungen Zuschauern kaum Identifikationsmöglichkeiten bietet, und baut seine Spannung zunächst langsam und in zahlreichen Dialogen auf. Gewaltdarstellungen sind zurückhaltend inszeniert, lediglich eine Szene kann aufgrund ihrer Intensität Kinder unter 12 Jahren verängstigen. 12-Jährige hingegen sind in der Lage, sich ausreichend davon zu distanzieren. Ihnen bieten die ruhige Erzählweise und das historische Setting fern ihrer Lebensrealität jederzeit genug Entlastung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der Grinch, USA 2018
Filmplakat: Der Grinch
Animierter Familienfilm über einen grünen, griesgrämigen Weihnachtshasser, der seinen Mitmenschen unbedingt die Freude am Fest verderben will – bis ein energisches und herzensgutes kleines Mädchen ihn eines Besseren belehrt. Die leicht verständliche Geschichte ist mit den typischen Elementen des Genres, in phantasievollen Szenarien, bunten, hellen Farben, mit (letztlich) sehr liebenswerten Figuren und viel Humor erzählt. Kleinere Schreckmomente und turbulente Actionsequenzen können bereits die jüngsten Zuschauer verarbeiten, da niemals wirkliche Gefahren bestehen und Spannung schnell und harmonisch wieder aufgelöst wird. Auch die Betonung positiver Werte und die emotionale Haltung des Films tragen dazu bei, dass auch für Kinder im Vorschulalter kein Risiko einer Überforderung besteht.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Die Erbinnen, PY/D/ROU/BR/N/F 2018
Filmplakat: Die Erbinnen
Drama über zwei ältere Frauen, die lange ein ruhiges Leben führen, aber in größte Geldnöte geraten, als das Familienerbe aufgebraucht ist. Als die eine wegen Betrugs ins Gefängnis muss, ist die andere plötzlich gezwungen, sich völlig neu zu orientieren. Die von Melancholie und teils tristen Szenerien geprägte Geschichte konzentriert sich auf die sympathischen Hauptfiguren und ist sehr ruhig und zurückhaltend erzählt. Konflikte werden lediglich angedeutet oder in Dialogen verhandelt. Für junge Zuschauer bieten die Handlung und die Hauptfiguren kaum Anknüpfungspunkte, sodass ihnen die Distanzierung von den dargestellten Problemen leicht fallen dürfte. Da zudem die Inszenierung keinerlei drastische Momente aufweist, sind auch Kinder im Vorschulalter in der Lage, den Film ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten, auch wenn ihnen viele Aspekte unverständlich bleiben.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte, F/USA/B/SGP/IND 2018
Filmplakat: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte
Märchenhafte Komödie über einen gewitzten Inder, der durch Schwindeleien nach Paris gelangt. Dann aber gerät er versehentlich in einen Schrank und findet sich auf einer abenteuerlichen Reise um die halbe Welt wieder. Der Film hat eine heitere Grundstimmung und stellt einen positiven, sympathischen Helden in den Mittelpunkt. Es gibt zwar einige turbulente Szenen, in denen er verfolgt oder mit der Waffe bedroht wird, diese werden aber stets schnell und positiv aufgelöst, so dass bei Kindern im Grundschulalter keine Überforderung entsteht. Insgesamt ist die Erzählweise ruhig und die Stimmung bleibt positiv. Einige Musik- und Tanzeinlagen unterstreichen die Märchenhaftigkeit der Geschichte. Auch das positive Ende trägt zur Entlastung bei. Ängstigungen oder Überforderungen sind daher bei Kindern ab 6 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Peppermint: Angel of Vengeance, USA 2018
Filmplakat: Peppermint: Angel of Vengeance
Selbstjustizthriller über eine junge Frau, die sich zu einer perfekten Kämpferin ausbilden lässt, um sich an den Mördern ihrer Familie zu rächen. Der Film hat eine düstere Grundstimmung und enthält einige Gewalt- und Tötungsszenen. Die Gewalt ist zwar deutlich erkennbar, wird aber nicht ausgespielt oder verherrlicht, so dass bei Jugendlichen ab 16 Jahren keine desensibilisierende Wirkung zu befürchten ist. Zudem wird die Selbstjustiz der Frau von der Polizei verurteilt. Davon abgesehen sind Jugendliche ab 16 Jahren auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, die Handlung als realitätsferne Thrillergeschichte zu erkennen und die Geschehnisse entsprechend einzuordnen. Ein desorientierende Vorbildwirkung lässt sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Sandstern, D 2017
Filmplakat: Sandstern
Mischung aus Sozialdrama und Coming-of-Age-Geschichte über einen 12-jährigen Jungen aus der Türkei, der bei der Großmutter aufwuchs und nun zu seinen Eltern nach Deutschland geschickt wird. Das dortige Leben ist ihm ebenso fremd wie seine Eltern. Der Film ist ruhig inszeniert und bietet Kindern ab 6 Jahren eine starke, positive Identifikationsfigur. Vereinzelt gibt es traurige Szenen (z.B. wenn eine großmütterliche Nachbarin von ihren verstorbenen Kindern erzählt), aber diese sind nicht übermäßig dramatisch, sodass Kinder im Grundschulalter nicht überfordert werden. Gleiches gilt für Szenen, in denen Migrantenkinder von ihren Mitschülern diskriminiert und ausgegrenzt werden. Zudem tragen die märchenhafte Einrahmung der Geschichte durch einen Erzähler und das hoffnungsvolle Ende zur Entlastung bei.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Sauvage, F 2018
Filmplakat: Sauvage
Drama über einen jungen mann, der auf dem schwulen Straßenstrich von Straßburg sein Geld verdient, eigentlich aber nach Liebe und Geborgenheit sucht. Die Geschichte ist sensibel erzählt, behandelt aber auch Themen wie Gewalt, sexuelle Übergriffe und Drogenkonsum, teilweise in recht drastischen Bildern. Einzelne sexuelle Darstellungen sind explizit bebildert, wirken nicht selbstzweckhaft da, sie schlüssig in die Geschichte eingebettet sind. Jugendliche ab 16 Jahren sind in der Lage, diese Szenen in den Kontext der Geschichte einzuordnen und angemessen zu verarbeiten. Insbesondere werden Demütigungen und Gewalt nicht mit Homosexualität an sich gleichgesetzt, sondern sind an das Milieu der Straßenprostitution gekoppelt. Zuschauer ab 16 Jahren können diese Differenzierung erkennen, zumal es auch zärtliche und einfühlsame Momente zwischen den Männern gibt. Eine beeinträchtigende Wirkung ist daher für Jugendliche nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

The House that Jack Built, DK/S/F/D 2018
Filmplakat: The House that Jack Built
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe



 
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