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Freigabebegründungen

Kinostart am 05.12.2019

A RAINY DAY IN NEW YORK, USA 2019
Filmplakat: A RAINY DAY IN NEW YORK
Die Komödie erzählt von einem jungen Paar, das ein Wochenende in New York verbringt. Die romantisch geplanten Stunden werden allerdings dank schlechtem Wetter und skurrilen Begegnungen kontekariert. Die episodisch aufgebaute Geschichte wird in teils parallelen Erzählsträngen entfaltet und konzentriert sich in pointierten Dialogen und mit sarkastischem Humor auf die beiden Hauptfiguren. Die ruhige und freundliche Atmosphäre samt beschwingter Musik ist für Kinder problemlos zu verarbeiten. Anknüpfungspunkte bieten sich ihnen aufgrund der anspruchsvollen Sprache und der erwachsenen Themen kaum. Da die Inszenierung weder auf der Bild- noch auf der Tonebene konkrete jugendschutzrelevante Elemente aufweist, ist bereits für Kinder im Vorschulalter keine Beeinträchtigung zu befürchten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Alles außer gewöhnlich, F 2019
Filmplakat: Alles außer gewöhnlich
Mischung aus Drama und Komödie über zwei Männer und beste Freunde, die sich in verschiedenen Einrichtungen für autistische Jugendliche engagieren. Trotz mancher Widerstände setzen sie sich insbesondere für die schwersten "Fälle" ein. Der Film vermittelt ein glaubwürdiges Bild der Arbeit mit Autisten und porträtiert die Figuren einfühlsam und sensibel. Die Inszenierung ist dabei überwiegend ruhig und humorvoll, spart aber auch bedrohliche und konflikthafte Momente nicht aus. So können einzelne Szenen Kinder im Vorschulalter emotional überfordern, während 6-Jährige bereits in der Lage sind, diese Momente in den Kontext einzuordnen und zu verarbeiten. Ihnen geben die positive Grundhaltung des Films, die vielen harmonischen Momente und die dargestellte Fürsorge und Solidarität ausreichend Halt, sodass für sie keine Überforderung zu befürchten ist
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Auerhaus, D 2019
Filmplakat: Auerhaus
Drama über vier Jugendliche, die in einem Dorf in tiefster Provinz wohnen und in eine gemeinsame WG ziehen. Die Selbstmordabsichten eines Mitbewohners werfen jedoch einen Schatten auf den Traum von Freiheit und Selbstverwirklichung. Die Coming-of-Age-Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt und konzentriert sich auf die Hauptfiguren. Für jugendliche Zuschauer ergeben sich dabei viele Anknüpfungspunkte durch die vier unterschiedlichen Charaktere und ihre Themen. Belastende Aspekte wie Todessehnsucht und psychische Erkrankungen werden konkret thematisiert und immer wieder durch erklärende und harmonische Momente abgelöst. Da die Grundhaltung des Films positiv und durchweg lebensbejahend ist, können zwar Kinder im Grundschulalter überfordert werden, doch 12-Jährige sind bereits in der Lage, ihn ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der Unschuldige, CH 2018
Filmplakat: Der Unschuldige
Drama über eine Tierärztin, die zwischen Familie und freikirchlicher Gemeinde ein geordnetes Leben führt – bis eines Tages ihr Ex-Freund auftaucht, der wegen Mordes im Gefängnis saß. Plötzlich gerät ihr Leben aus dem Gleichgewicht. Der Film schildert in ruhigen Bildern und teils dokumentarisch anmutendem Stil mit wenig Dialog die seelische Destabilisierung der Frau. Realität und Phantasie verschwimmen in ihrer Wahrnehmung zunehmend. So brechen immer mehr surreale, immer wieder auch sexualisierte und gewaltsame Szenen in ihren Alltag ein. Die dramatischen und teils drastischen Darstellungen sowie die fehlende Einordnung dieser Szenen können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. 16-Jährige sind aber aufgrund ihrer Entwicklung und ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Sie können das Geschehen reflektieren und selbst bewerten, weshalb eine Beeinträchtigung für sie nicht zu befürchten ist.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Die glitzernden Garnelen, F 2019
Filmplakat: Die glitzernden Garnelen
Komödie über einen Weltklasse-Schwimmer, der nach einer homophoben Äußerung seinen Ruf wiederherstellen soll, indem er schwule Wasserballer trainiert. Sein anfänglicher Widerstand wird von der sympathischen Truppe bald gebrochen. Der Film ist geprägt von einer leichthändigen Inszenierung und spielt mit schrillen Überzeichnungen, homosexuellen Klischees und skurrilen Typen, die aber liebevoll und detailliert charakterisiert werden. Trotz der harmonischen Atmosphäre können Kinder unter 12 Jahren von einzelnen dramatischen Momenten, der teils sexualisierten Sprache sowie sexuellen Andeutungen irritiert werden. Doch 12-Jährige sind auf der Basis ihrer Entwicklung und Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte dem Kontext zuzuordnen und zu verarbeiten. Ihnen erschließt sich das Spiel mit Überzeichnungen ebenso wie das Plädoyer für Offenheit, Toleranz und Respekt, sodass für diese Altersgruppe keine Beeinträchtigung zu befürchten ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Die ZWEI PÄPSTE, GB/I/RA/USA 2019
Filmplakat: Die ZWEI PÄPSTE
Drama über ein fiktives Treffen im Jahr 2012 zwischen Papst Benedikt und dem argentinischen Kardinal Bergoglio, der ein Jahr später als Papst Franziskus sein Nachfolger wird. Die Geistlichen diskutieren über ihre gegensätzlichen Haltungen zu Tradition und Moderne, Schuld, Reue und Vergebung. Zugleich werden in Rückblenden die Biografien der beiden sehr unterschiedlichen Männer behandelt. Der Film ist insgesamt ruhig und dialogorientiert inszeniert. In den Rückblenden wird zwar auch die Brutalität der argentinischen Militärjunta gezeigt, die Gewalt wird jedoch nicht reißerisch ausgespielt. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind problemlos fähig, diese Szenen in den Kontext der Gesamthandlung einzuordnen und angemessen zu verarbeiten. Zudem bietet die Geschichte Zuschauenden dieser Altersgruppe kaum Identifikationsmöglichkeiten, was eine emotionale Distanzierung erleichtert. Überforderungen sind daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Mucize 2 Ask, TR 2019
Filmplakat: Mucize 2 Ask
Fortsetzung des Dramas "Mucize" von 2014: Im Mittelpunkt steht der behinderte Aziz, der in einem Bergdorf in der Osttürkei lebt. Durch eine arrangierte Ehe wird er mit Mizgin verheiratet, der schönsten Frau der Region. Das Paar sieht sich mit allerlei Vorurteilen konfrontiert. Vor allem Mizgin kämpft aber dafür, dass ihr Mann als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft anerkannt wird. Der Film behandelt Themen wie Familie, Freundschaft sowie gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Dies geschieht auf eine sensible Weise, die Kinder ab 6 Jahren nicht überfordert. Vereinzelt gibt es emotional intensivere Szenen, aber auch diese entfalten im Kontext der positiven Gesamthandlung keine nachhaltig ängstigende Wirkung auf Kinder im Grundschulalter.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Rotschühchen und die Sieben Zwerge, ROK 2019
Filmplakat: Rotschühchen und die Sieben Zwerge
Animationsfilm, der die Geschichte von Schneewittchen neu interpretiert: Schneewittchen entspricht mit ihrer überdurchschnittlichen Leibesfülle zunächst nicht den klassischen Schönheitsidealen. Erst als sie die roten Zauberschuhe ihrer bösen Stiefmutter erhält, verwandelt sie sich in eine bezaubernde Schönheit. Sie trifft auf die sieben Zwerge, die in Wahrheit verzauberte Prinzen sind. Um den Bann zu brechen müssen sie von der schönsten Frau der Welt geküsst werden… Der farbenfrohe Film ist sehr turbulent und actionreich inszeniert. Immer wieder geraten die Helden in gefahrvolle Situationen und werden von einer gruseligen Hexe bedroht. Kinder im Grundschulalter sind aber fähig, diese Szenen in den märchenhaften Kontext einzuordnen und angemessen zu verarbeiten. Nachhaltige Ängstigungen oder Beeinträchtigungen lassen sich bei dieser Altersgruppe ausschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 28.11.2019

Dann schlaf auch du, F 2019
Filmplakat: Dann schlaf auch du
Psychodrama über eine Familie, die ein Kindermädchen engagiert, weil die Mutter wieder arbeiten gehen möchte. Sie finden eine scheinbar perfekte Kandidatin, ahnen jedoch nicht, dass es sich um eine zutiefst traumatisierte und einsame Frau handelt, die die Kinder vollkommen vereinnahmt. Als die Eltern dies bemerken, bahnt sich eine Tragödie an. Der ruhig inszenierte Film hat eine beklemmende Grundstimmung, da von dem netten Kindermädchen eine ungreifbare Bedrohung ausgeht. Gewalt wird jedoch nicht gezeigt. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands fähig, die dramaturgischen Zusammenhänge zu verstehen und die Geschehnisse einzuordnen. Zuschauende ab diesem Alter sind auch in der Lage, eine emotionale Distanz zu wahren. Überforderungen sind daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der Leuchtturm, USA 2019
Filmplakat: Der Leuchtturm
Ende des 19. Jahrhunderts spielendes Mystery-Drama über zwei Leuchtturmwärter, die Dienst auf einer abgelegenen Felseninsel in Neuengland tun. Dabei verfallen sie zusehends dem Wahnsinn. Als die Ablösung wegen eines starken Sturms ausbleibt, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Der Film hat eine beklemmende und zunehmend bedrohliche Atmosphäre. Die Dialoge sind teilweise vulgär, und am Ende kommt es zu mehreren Gewaltszenen. Jugendliche ab 16 Jahren sind in der Lage, die Geschehnisse als Teil einer irrealen und stellenweise übersinnlichen Gruselgeschichte zu erkennen. Zudem wirken einige Szenen grotesk humoristisch, was eine emotionale Distanzierung erleichtert. Auch die an Stummfilme erinnernde Schwarzweiß-Ästhetik des Films macht es Jugendlichen ab 16 Jahren leicht, sich von der Geschichte zu distanzieren. Überforderungen oder andere negative Wirkungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Die schönste Zeit unseres Lebens, F 2019
Filmplakat: Die schönste Zeit unseres Lebens
Liebesdrama über ein älteres Paar, das auf Grund der missmutigen Laune des Mannes Victor in eine Krise gerät. Um sein Tief zu überwinden, nimmt er die Dienste einer Agentur in Anspruch, die ihre Kunden in einem Filmstudio in der Zeit zurückzuspringen lässt, um bestimmte Ereignisse noch einmal zu erleben. Victor entscheidet sich für jene Woche vor 40 Jahren, in der er seine Frau kennen lernte. Der Film ist insgesamt ruhig und stellenweise humorvoll inszeniert. Im Mittelpunkt stehen ein sympathischer, leicht tollpatschiger Mann und seine Frau. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und auch das Spiel mit den verschiedenen Realitätsebenen verstehen. Zu Beginn gibt es zwei dramatische Szenen, darunter ein gewalttätiger Raubüberfall, der sich jedoch als Teil eines Computerspiels erweist. Auch diese Szenen können von Zuschauenden ab 12 Jahren angemessen eingeordnet und ohne Überforderung verarbeitet werden.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Hustlers, USA 2019
Filmplakat: Hustlers
Mischung aus Gaunerkomödie und Gesellschaftssatire nach einem realen Fall: Nach dem Börsencrash im Jahr 2008 beschließen einige Stripperinnen in New York, sich an den Wall-Street-Brokern in ihrem Club zu rächen, indem sie sie mit K.O.-Tropfen betäuben und ihre Kreditkarten belasten. Bis eines der Opfer doch zur Polizei geht. Der Film ist temporeich und mit viel Humor inszeniert. Im Mittelpunkt stehen selbstbewusste, unabhängige Frauen mit einem großen Familiensinn. Die Sprache ist zuweilen sexualisiert, kann von Jugendlichen ab 12 Jahren aber in den Kontext des gezeigten Milieus eingeordnet werden. Das kriminelle Verhalten der Protagonistinnen wird zunächst zwar nicht kritisch dargestellt, da sie mit den Taten nur ihre Familien ernähren wollen. Doch am Ende steht die Erkenntnis, dass sich Verbrechen nicht auszahlt. Zuschauer ab 12 Jahren sind problemlos fähig, diese Ambivalenzen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, sodass eine desorientierende Vorbildwirkung nicht zu befürchten steht
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Mein Ende. Dein Anfang., D 2019
Filmplakat: Mein Ende. Dein Anfang.
Das Drama erzählt von einer Liebe auf den ersten Blick, die allerdings eine tragische Wendung nimmt, als der Mann stirbt. Kurze Zeit später begegnet die Frau einem Fremden, der ihr auf seltsame Weise vertraut vorkommt. Die komplexe Geschichte über Liebe, Beziehungen, Spiritualität und den Tod konzentriert sich auf die Figuren und ist mit zahlreichen Zeitsprüngen erzählt. Kinder unter 12 Jahren können von einzelnen gewalthaltigen und emotional eindringlichen Passagen überfordert werden. 12-jährige sind aber bereits aufgrund ihrer Entwicklung und Medienerfahrung in der Lage, diese Szenen in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Eine Übererregung oder sonstige Beeinträchtigung ist für sie nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The Good Liar - Das alte Böse, USA 2019
Filmplakat: The Good Liar - Das alte Böse
Kriminaldrama über einen Trickbetrüger und Heiratsschwindler im Seniorenalter, der als letzten Coup eine wohlhabende alte Dame um ihr Geld bringen will. Dann aber verliebt er sich in sie, nicht ahnend, dass sie einen ganz eigenen Plan verfolgt. Jugendliche ab 12 Jahren haben kein Problem der ruhig inszenierten Geschichte und dem Verwirrspiel um Gut und Böse zu folgen. Vereinzelt gibt es intensivere Gewaltszenen, darunter eine in Rückblenden dargestellte Vergewaltigung. Diese wird jedoch nur teilweise gezeigt und nicht reißerisch ausgespielt; das Mitgefühl liegt klar auf Seiten des Opfers. Zuschauer ab 12 Jahren können diese Geschehnisse in den dramaturgischen Kontext der Geschichte einordnen und ohne nachhaltige Beeinträchtigung verarbeiten. Zudem bieten zahlreiche Dialogpassagen genug Gelegenheit zur Entlastung, und am Ende wird der Böse einer gerechten Strafe zugeführt.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

YUNG, D 2018
Filmplakat: YUNG
Drama über vier Freundinnen in Berlin, die sich durch das Nacht- und Partyleben der Metropole treiben lassen und große Träume haben, in ihrem Alltag aber auch mit drohender Drogenabhängigkeit, mit Dealerei und Prostitution zu tun haben. Mit vielen dokumentarisch anmutenden Passagen erzeugt der Film einen authentischen Eindruck und lässt die Protagonistinnen in langen Episoden auch immer wieder selbst ihr Leben kommentieren. Zahlreiche direkte Darstellungen von Drogenkonsum und Sex und der Verzicht des Films, das Verhalten der Mädchen klar einzuordnen und zu bewerten, können Kinder unter 16 Jahren irritieren und überfordern. Da aber problematische Aspekte immer wieder sowohl in Monologen wie auch Dialogen thematisiert werden, bieten sich 16-Jährigen auf der Basis ihrer Medienerfahrung genug Ansatzpunkte, sich zu distanzieren und das Geschehen kritisch zu reflektieren. Eine desorientierende Wirkung ist für diese Altersgruppe nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben



 
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